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Mettmann
Dinkelmann ist im Rathaus angekommen

Mettmann:
Mettmann: FOTO: Achim Blazy
Mettmann. Der neue Mettmanner Bürgermeister hatte gestern seinen ersten Arbeitstag. Zunächst will er sich orientieren. Von Christoph Zacharias

Der PC läuft, der Schreibtisch muss noch etwas niedriger eingestellt werden: Thomas Dinkelmann (55), der neue Bürgermeister der Kreisstadt, hat gestern seine Amtsgeschäfte aufgenommen.

Auf der Fensterbank im Bürgermeisterzimmer stehen zwei kleine Kakteen, "ansonsten sieht noch alles so aus, wie bei meinem Vorgänger Bernd Günther", sagt Dinkelmann. Das wird sich aber bald ändern: Der Flächennutzungsplan, der an der Wand hängt, wird ebenso verschwinden, wie das große Gemälde (Leihgabe) hinter dem Beratungstisch. Auch die Collage von einem Jugendaustausch mit Laval wird künftig woanders ihren Platz finden. "Ich werde ein großes Luftbild von Mettmann aufhängen", sagt der neue Chef im Rathaus. Nach einer "ruhigen Nacht" hat er gestern Morgen um 9 Uhr seine neue Arbeitsstätte betreten. "Zunächst habe ich meine Sekretärin Lucie Jentges und Dr. Silvia Nolte vom Vorstandsbüro begrüßt. Dann wurde mit dem Verwaltungsvorstand gesprochen."

Stichwahl 2015: Thomas Dinkelmann ist neuer Bürgermeister in Mettmann FOTO: Janicki, Dietrich

Die ersten Termine hat Dinkelmann festgezurrt, alle E-Mails hatte er gestern nachmittag noch nicht gelesen. Die Übergabe der Amtsgeschäfte sei "sachlich und korrekt" vollzogen worden. Dinkelmann hatte am Dienstag Abschied von seinen Kollegen und Mitarbeitern im Umweltamt des Kreises gefeiert. Dort hat er 26 Jahre gearbeitet. Dann war er flugs zur Verwaltungskonferenz ins Rathaus gegangen und hatte dort zugehört, wie Bürgermeister Bernd Günther, Kämmerer, Erster Beigeordneter und Fachbereichsleiter wichtige Themen der Stadt besprechen. Dinkelmann will sich zunächst orientieren. Dazu gehören persönliche Gespräche. Er will Mitarbeiter und Arbeitsabläufe kennen lernen. "Ich habe nicht das Rathaus mit einem Stapel Konzepte unterm Arm betreten und diese den Fachbereichsleitern zur Umsetzung übergeben. So etwas funktioniert nicht", sagt er.

Am Montag nächster Woche ist eine Mitarbeiter-Versammlung im Rathaus geplant. Dort will sich Dinkelmann im großen Kreis vorstellen. Sie findet übrigens in der Mittagspause statt. So schnell wie möglich will er den direkten Kontakt zu den Vereinen, Verbänden und Organisationen suchen, will in den Stadtteilen zu Bürgersprechstunden einladen. Also mehr Nähe zu den Mettmannern. Dinkelmann weiß, dass Mettmann vor großen Herausforderungen steht und die Kassen leer sind. "Wir bewegen uns in Richtung Nothaushalt." Deshalb will er ein Zeichen setzen und den großen (geleasten) Dienstwagen seines Vorgängers, einen Audi A 6 Quattro, so schnell wie möglich zurückgeben und gegen einen "Golf oder Ähnliches eintauschen." Viel Autofahren will er ohnehin nicht. "Ich werde von meinem Zuhause in der Lönssiedlung täglich zu Fuß ins Rathaus gehen."

Dinkelmann gegen Danscheidt: Bilder des Wahlabends FOTO: Janicki, Dietrich
Quelle: RP
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