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Mettmann
Dinkelmann: Keine Windräder geplant

Mettmann: Dinkelmann: Keine Windräder geplant
Bürgermeister Thomas Dinkelmann wies in Metzkausen auf die schlechte Haushaltslage und Personalsituation der Stadt hin. Die Folge: Nicht alle Projekte, die wünschenwert seien, könnten umgesetzt werden. FOTO: Dietrich Janicki
Mettmann. Der neue Bürgermeister zu Gast beim Bürgerverein Metzkausen. Er verteidigte das Kulturangebot. Von Klaus Müller

"Volles Haus" beim Stammtisch des Bürgervereins Metzkausen im Klubheim des Mettmanner THC. Bei der Begrüßung teilte Zweiter Vorsitzender Alfons Rogowski mit, dass der Bürgerverein mittlerweile 820 Mitglieder habe. "Ich habe den Eindruck, dass heute alle Mitglieder da sind", fügte er augenzwinkernd hinzu. So viel waren es zwar nicht, aber über 200 waren es sicherlich, die die Ausführungen von Bürgermeister Thomas Dinkelmann verfolgten. Nach einem längeren Statement, bei dem der Bürgermeister über seine ersten Erfahrungen im neuen Amt berichtete, stand er für Fragen zur Verfügung.

Zuvor machte er deutlich, dass seine Möglichkeiten, in der Stadt Mettmann einiges zu bewegen, beschränkt seien. "Wir haben eine miserable Haushaltslage, da sind die Gestaltungsmöglichkeiten recht eng. Oberste Priorität hat für mich die Konsolidierung unseres Haushalts. Da führt kein Weg dran vorbei, und dies ist für Rat und Verwaltung mit Einschränkungen verbunden."

Er erklärte, dass es gar nicht so einfach sei, Veränderungen vorzunehmen. Beispielhaft nannte er den Personalsektor. "Ich schätze die Mitarbeiter des Rathauses sehr, habe aber den Eindruck, dass nicht alle am richtigen Platz sitzen, um ihre vorhandenen Fähigkeiten einzubringen." Es sei aber nicht einfach, Um- oder Versetzungen vorzunehmen, da sich oft das öffentliche Dienstrecht als Hürde erweise. "Im Übrigen möchte ich darauf hinweisen, dass das Rathaus personell unterbesetzt ist und es immer schwieriger wird, die vielfältigen Aufgaben im Sinne eines Dienstleisters für den Bürger zu erfüllen."

Bei den vielen Fragen aus dem Publikum blieb er keine Antwort schuldig. So bemerkte er beispielsweise hinsichtlich der Errichtung von Windkraftanlagen, dass derzeit keine Befürchtungen in Metzkausen vorliegen müssen, da die Stadt Mettmann schon vor einiger Zeit Vorranggebiete ausgewiesen und eine Höhenbeschränkung von 100 Meter festgelegt habe. "Diese geringe Höhenbegrenzung schreckt etwaige Investoren derzeit ab." Ein Mitglied kritisierte, dass Mettmann zu einer "Paeschke-Stadt" werde. Fast alle Bauvorhaben würden von diesem Unternehmen ausgeführt. Thomas Dinkelmann sagte, dass auch er davon nicht begeistert sei. "Mich stört, dass immer wieder der gleiche Baustil in Mettmann auftaucht. Es wäre wünschenswert, wenn auch einmal andere Bauträger zum Zuge kämen." Er machte jedoch klar, dass Paeschke in der Vergangenheit an regulären Ausschreibeverfahren teilgenommen habe und den Zuschlag bekommen hat.

Vorsitzender Klaus Sänger forderte, Abstand von der Gründung Mettmanner Stadtwerke zu nehmen. "Dazu hat mir ein Vertreter des RWE geraten", nannte er als Begründung.

Der Kritik an der Kulturpolitik und an der Stadthalle stimmte Thomas Dinkelmann in Teilen zu. "Ich möchte aber betonen, dass kulturell schon einiges in Mettmann passiert. Bei Aufgabe der Stadthalle stellt sich die Frage nach alternativen Veranstaltungsräumen." Er erhoffe sich zudem durch die neue Fachbereichsleiterin, Ute Piegeler, neue Impulse.

Quelle: RP
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