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Mettmann
Diskussion ums Königshofdenkmal

Mettmann: Diskussion ums Königshofdenkmal
Viele Aule Mettmanner sind in diesem Jahr seit 40 Jahren Mitglied. Dafür wurden sie gestern während der Jahreshauptversammlung der Bürger- und Heimatvereinigung geehrt. FOTO: dietrich janicki
Mettmann. Bei der Mitgliederversammlung der Bürger- und Heimatvereinigung Aule Mettmanner ging es turbulent zu. Von Klaus Müller

Außergewöhnlich turbulent ging es bei der Mitgliederversammlung der Bürger- und Heimatvereinigung Aule Mettmanner zu. Das langjährige Mitglied Fritz Thielen konnte mit dem Modell des Königshofdenkmals, das die Aulen der Stadt als Schenkung übergeben wollten, kaum etwas anfangen. "Das ist mir alles viel zu bunt gestaltet und ist zu sehr auf Kinder ausgerichtet. Mit dem historischen bergischen Bezug hat das wenig zu tun." Dem konnte Aulen-Vorsitzender Friedel Liesenkloß so nicht folgen. Er machte deutlich, dass der Vorstand mit deutlicher Mehrheit sich für dieses Denkmal entschieden habe. Grund sei gewesen, dass man von den üblichen alten Denkmalentwürfen fortkommen und auch junge Leute für die Geschichte Mettmanns interessieren wolle.

Liesenkloß seinerseits monierte, dass die Stadt sich leider nicht in der Lage sehe, dieses von einer bekannten Künstlerin gestaltete Königshofdenkmal an einer exponierten Stelle zu installieren. "Stattdessen will man dieses Denkmal in eine Ecke quetschen, an der kaum Leute vorbeikommen." Zudem habe er den Eindruck, dass Politik und Verwaltung wenig für dieses Denkmal übrig hätten. "Was mich besonders geärgert hat, war die Tatsache, dass wir als Heimatvereinigung fast gar nicht in die Planungen hinsichtlich der Platzierung des Denkmals einbezogen wurden."

Das rief den früheren, langjährigen Planungsausschussvorsitzenden Joachim Sander auf den Plan, der deutlich machte, dass sich Rat und Verwaltung sehr wohl eine Menge Gedanken hinsichtlich eines geeigneten Standortes gemacht hätten. Zudem seien die Aulen Mettmanner rechtzeitig in die Planungen einbezogen worden und hätten Gelegenheit zur Stellungnahme gehabt. In die hitzige Diskussion mischte sich auch der Vorsitzende des Bürgervereins Metzkausen, Klaus Sänger, ein. Er verwies darauf, dass er wie Friedel Liesenkloß der Auffassung sei, dass die Bürgervereine in Mettmann von der Stadt nicht rechtzeitig in Planungsüberlegungen einbezogen und oft vor vollendete Tatsachen gestellt werden. "Für mich ist es nicht nachvollziehbar, dass Rat und Verwaltung von den Aulen ein Denkmal im Wert von rund 50 000 Euro erhalten sollen und es nicht für notwendig erachten, dafür einen geeigneten Ort auszusuchen."

Stellvertretender Bürgermeister Berthold Becker hatte zuvor bei seinem Grußwort gelobt, dass die Aulen sich in vielen Fragen des Mettmanner Stadtgeschehens einbringen und mit konkreten Überlegungen und Vorschlägen aufwarten. "Es ist gut, dass sich die Bürger- und Heimatvereinigung einmischt", so sein Credo. In dem umfangreichen Rechenschaftsbericht, den vor allem Ellen Jasper und die zweite Vorsitzende der Aulen, Anita Schäfer, einbrachten, wurden die vielen Aktivitäten der Aulen sichtbar.

Quelle: RP
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