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Mettmann
DRK sucht dringend junge Blutspender

Mettmann. Neun Frauen und Männer vom Vorstand geehrt. Von Rabea Gruber

Mehr als 300 Liter Blut hatten sie zusammen gespendet. Für ihr Engagement wurden neun Mettmanner Frauen und Männer jetzt vom Ortsverband des Deutschen Roten Kreuzes ausgezeichnet. Fünf Blutspender erhielten eine Anerkennung für jeweils 50 Spenden, was 25 Litern Blut entspricht. Zu je 75 Spenden gratulierte der DRK-Vorsitzende Norbert Danscheidt Lothar Siebert und Gertrud Vaasen. Ilona Klein hatte 100 Mal gespendet und Ursula Abel ganze 150 Mal. Über die Jahre hat sie also 75 Liter Blut zur Verfügung gestellt. Die Spender erhielten eine Urkunde und Geschenkgutscheine. Dazu gab es für die Herren die goldene Anstecknadel des DRK und für die Damen Kettenanhänger.

Danscheidt zeigte sich überrascht, dass diesmal überwiegend Frauen ausgezeichnet wurden. "Da die Männer häufiger spenden dürfen, erreichen sie die Marken schneller." Frauen können in Deutschland viermal jährlich zur Blutspende gehen, Männer sogar sechsmal. Grundsätzlich darf jeder über 18 Jahre spenden, bei der Erstspende darf man nicht älter als 65 sein. "Blutspenden retten nicht nur Leben, sondern können auch dem Spender nützlich sein", sagte Danscheidt. Bevor das Blut weitergegeben wird, erfolgt eine Untersuchung durch das Blutspendeinstitut. Wird beim Spender eine Krankheit festgestellt, benachrichtigt das Institut diesen und den Hausarzt. Anders als bei anderen Blutspendediensten werden Spender beim DRK nicht bezahlt. "Wir möchten nicht, dass Menschen für Geld ihr Blut zur Verfügung stellen. Daher läuft es bei uns ehrenamtlich", erklärte Danscheidt. Die Spender dürfen sich aber über Schokolade und andere Kleinigkeiten freuen - für fleißige Spender wie Ursula Abel halten die Helfer gern die Lieblingssorte bereit.

Um Blutspenden auch für junge Leute attraktiver zu machen, hat das DRK in den vergangenen Jahren Werbekampagnen geschaltet. Denn das Durchschnittsalter der Spender steigt, vielerorts geht die Zahl der Spenden zurück. "Auch im Kreis Mettmann wurde 2015 weniger gespendet als im Vorjahr", sagte Danscheidt. Die Zahl der Spenden in der Stadt Mettmann läge dagegen konstant bei etwa 960 im Jahr.

Der nächste Spendentermin ist Montag, 15. Februar. Von 15 Uhr bis 19.30 kann im Kaplan-Flintrop- Haus, Lutterbecker Straße 30, gespendet werden.

Quelle: RP
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