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Mettmann
Durchgangsverkehr raus aus der Stadt

Mettmann: Durchgangsverkehr raus aus der Stadt
Zwischen den Einmündungen Poststraße und Schwarzbachstraße soll die Flintropstraße für den Autoverkehr gesperrt werden. Busse können passieren. FOTO: DJ
Mettmann. Der Planungsausschuss stimmte gestern abend mit großer Mehrheit für das neue Verkehrskonzept für die Innenstadt. Allerdings soll in einer "harten" Probephase untersucht werden, ob das Konzept funktioniert. Von Christoph Zacharias

Nach einer zweistündigen Diskussion war ein Kompromiss gefunden worden. Um noch in den Genuss eines satten Landeszuschusses zu kommen, musste der Planungsausschuss gestern grünes Licht für das Verkehrskonzept geben. Bis zum 1. Dezember muss der fertige Zuschussantrag mit allen Plänen bei der Bezirksregierung auf dem Tisch liegen.

Die SPD hatten zu diesem Verkehrskonzept einen Antrag formuliert, der mehrheitlich angenommen wurde. Danach soll nach der Fertigstellung der Seibelquerspange (im September/Oktober 2015) mit einer Beschilderung und "geeigneten provisorischen Maßnahmen" eine Probephase laufen, in der die wesentlichen Veränderungen der Verkehrsführung vorgenommen werden. Das bedeutet: Von der Talstraße aus dürfen nur noch Anlieger (also auch Kunden) nach links in die Breite Straße fahren. Herausfahren bleibt möglich. Die Einbahnstraßen-Regelung in der Poststraße wird verändert, also nur noch Ausfahrt in Richtung Bahnstraße. Nach dem neuen Verkehrskonzept soll die Schwarzbachstraße/Flintropstraße von der Einmündung Poststraße bis zur Tiefgarage Kreissparkasse nur noch für Busse, Taxen und Radfahrer passierbar sein.

Die untere Flintrop-Straße wird in Höhe Caritas-Haus für den Autoverkehr gesperrt, eine Wendemöglichkeit für Pkw geschaffen; nur noch Busse können diesen Bereich passieren. "Wir wollen nicht die Geschäftsleute schädigen, im Gegenteil, wird glauben, dass letztendlich alle von diesem Konzept profitieren", sagte Fachbereichsleiter Kurt-Werner Geschorec. Heute quälen sich sich 14 500 Autos und Busse täglich durch die Breite Straße, künftig sollen es nur noch 1500 sein.

Sollte die Probephase zu dem Ergebnis kommen, dass die Innenstadt veröde, müsse das Konzept verändert werden. Dies, so Abteilungsleiter Stephan Kopp, könne aber auch nach der Umsetzung der neuen Verkehrsführung mit relativ einfachen Mitteln gelingen. Er votierte gegen eine Probephase. In der Diskussion spielte die Art des Probelaufs eine Rolle: "Nur mit einer anderen Beschilderung wird man vermutlich keine neuen Erkenntnisse gewinnen", sagte Florian Peters (SPD), der sich gegen eine "Probephase light" aussprach. Dies Verwaltung will bis September realistische (harte) Vorschläge liefern.

Quelle: RP
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