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Kunstaktion
Ein Gefühl wie auf der Abbey Road

Mettmann. Hinz und Kunz waren eingeladen, Utta Rappold, Katy Schnee, Klaus Fischer mit Ährwin, Friedhelm Kückels und Volker Rapp waren gekommen. Gemeinsam ahmten sie den wohl berühmtesten Gänsemarsch der Musikgeschichte nach - ein Hauch von "Abbey Road" lag in der Luft.

Aber es war kein handelsüblicher Zebrastreifen, der gequert wurde. Katy Schnee und Volker Rapp, kreative Motoren der Formation "Prima Neanderthal!" haben einen Evolutionszebrastreifen entwickelt. "Das hatten wir bereits seit drei Jahren vor", erinnert Katy Schnee an den langen Vorlauf. In acht Bildern wollten die beiden die Entwicklung des Menschen darstellen, "vom Affen zum Hier-und-Heute und wieder zurück". Die Idee aber ließ sich lange nicht im öffentlichen Raum realisieren. Bis über Andreas Brandt, Chef der FHDW an der Marie-Curie-Straße, in der Volker Rapp und Katy Schnee schon ausgestellt haben, ein Kontakt zu Bodo Nowodworski und dem Bauverein geknüpft wurde. Als Dauereinrichtung durften die zwei also ihren Evolutionsstreifen hier auf das Grundstück malen. "Wie oft haben wir uns glatten Asphalt gewünscht", die Steine zu gestalten war gar nicht so einfach. Nun aber ist das Werk vollbracht, die Farbe soll angeblich für die Ewigkeit halten. Fehlten nur noch die Passanten, um jenes berühmte Plattencover nachzustellen, das 1969 die letzte gemeinsame Studioarbeit der Beatles dokumentierte. "Wir haben schon öfter mal nach den Sternen gegriffen", kommentierte Katy Schnee dafür die Einladung an niemand Geringeren als Sir Paul McCartney - der ja auch gerade noch in der Nachbarstadt Düsseldorf ein Konzert gegeben hatte. Warum er nicht den Abstecher an den "Transit neanderthalensis" schaffte, bleibt sein Geheimnis. Für alle anderen aber ist die neue Pilgerstätte jederzeit und immer geöffnet. Und wer den Transit begeht, vielleicht als Quartett mit unorthodoxen, lustigen Gangarten, soll die Bilddokumente unbedingt an info@prima-neanderthal.de schicken. Sicher wird Kunst daraus.

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