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Erkrath
Ein Hund zum Verlieben

Erkrath: Ein Hund zum Verlieben
Im Familienzentrum St. Johannes gab Tanja Nicastro Tipps zum Umgang mit fremden Hunden. Die beliebteste Übung für die Kinder war die Krauleinheit für den irischen Wolfshund Lupo. FOTO: Dietrich Janicki
Erkrath. Wolfshund Lupo war der Star der Kinder im Familienzentrum. Tanja Nicastro zeigte den richtigen Umgang mit den Tieren und gab Verhaltenshinweise. Von Lars Mader

In dem Kurs des Bildungswerks der Erzdiözese Köln "Keine Angst vor Hunden – was Kinder über Hunde wissen sollten" versucht die Ratingerin Tanja Nicastro eine lebenspraktische Bildungslücke zu schließen. Der richtige Umgang mit Hunden ist eine Handlungsanweisung, welche die Kinder schon in ihrem jungen Alter tagtäglich gebrauchen können. Unterstützung bekam die Coachin durch ihre drei Co-Referenten, dem Plüsch-Husky Yukon, dem Plüsch-Cocker Spaniel Krümmel und dem plüschigen, jedoch durchaus lebendigen Irischen Wolfshund Lupo. Letzterer ist eine Attraktion, gehört er doch zur größten Hunderasse der Welt. Am Samstagmorgen drehte sich im Raum der Schmetterlingsgruppe am Katholischen Familienzentrum Sankt Johannes alles um Haushunde.

Mokkabraune Augen

Richtig ins Staunen versetzte Nicastro die zehn Kinder und acht Erwachsenen bei ihren praktischen Demonstrationen an und mit Lupo. Die zwei ungleichen Kursleiter sind zwar von ähnlicher Größe, was die ausgestreckte Körperlänge angeht; beim Gewicht dürfte Lupo sein Frauchen jedoch um einiges überbieten. Beide haben tolle Augen, sie jedoch in eisblau, er hingegen in mokkabraun. Die Beiden sind nicht nur familiär und als Referenten, sondern auch hauptberuflich miteinander verbunden. In der Logopädischen Praxis Nicastros in Krefeld kommt Lupo bei der tiergestützten Therapie zum Einsatz.

Der Vierjährige wurde dafür mit seiner Besitzerin durch die Organisation Socialdogs zum Therapiehundteam ausgebildet. Reif für seinen Einsatz zum Wohle der Menschen ist Lupo trotz seiner wenigen Lebensjahre. Den Kindern erklärt Nicastro: "Wenn Hunde vier Jahre alt sind, sind sie eigentlich schon wie ein vierzig Jahre alter Mensch." Es gäbe viele Menschen, die sich gegenüber einem Tier eher öffnen als gegenüber Menschen. Damit diese interspeziale Kommunikation gelingen kann, muss sich der Hund wohlfühlen. Deshalb gibt Nicastro den Kindern als kategorischen Imperativ mit auf den Weg: "Was du nicht willst, was man dir tut, das füge auch keinem Hunde zu."

Hunde würden Menschen als komische Hunde kennenlernen. Da können ein paar Ausdrücke auf "Wauisch", der Hundesprache, helfen, das Eis zu brechen. In ihrer Sprache kommunizieren die Hunde über den Geruchssinn. Die erst dreijährige Hanna hatte gut aufgepasst und machte noch mal vor, wie die erste Begegnung zwischen Kind und Hund idealtypisch verlaufen laufen soll: "Zuerst muss man den Besitzer fragen: Darf ich ihren Hund streicheln?" Der mutige Felix kennt den zweiten Schritt: " Dann soll man die Hand hinhalten." An den Händen können Hunde die Menschen riechen, so wie es ihre bevorzugte Art der Begrüßung ist. Dann darf der Hund gestreichelt werden, und zwar mit dem Strich von vorne nach hinten. Wir würden es auch nicht anders wollen.

Quelle: RP
 
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