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Mettmann
Ein Netzwerk bei der Suche nach Arbeit

Mettmann: Ein Netzwerk bei der Suche nach Arbeit
Dichtes Gedränge herrschte gestern Morgen vor und in der Neandertalhalle. Menschen aus dem gesamten Kreisgebiet bekamen Tipps und Ratschläge in Sachen Berufswahl und Weiterqualifizierung. FOTO: Achim Blazy
Mettmann. Bei der dritten Bildungsmesse in der Neandertalhalle erhielten interessierte Ratschläge für eine Berufswahl. Von Christoph Zacharias

Das Jobcenter ME-aktiv und die Agentur für Arbeit hatten gestern zur dritten Bildungsmesse in die Neandertalhalle eingeladen. "Wir haben etwa 2.500 Menschen aus dem Kreisgebiet angeschrieben, die bei uns gemeldet und auf der Suche nach Arbeit oder einer Weiterbildung sind", sagt Martina Würker, Geschäftsführerin des Jobcenters. Eine verbindliche Teilnahme dieser Menschen war ausdrücklich erwünscht. Am Eingang wurden die Besucher registriert.

Siebzehn Verbände, Firmen und Schulen hatten ihre Stände in der Neandertalhalle aufgebaut. Mitarbeiter, wie Michael Meyer von der Firma Tertia, gaben Auskunft und stellten Verbindungen her. "Tertia bietet eine qualifizierte Weiterbindung im Bereich Lager/Logistik an", sagte Meyer. Wer beispielsweise den Führerschein Klasse B und den Gablerstaplerführerschein erwerben will, ist bei Tertia an der richtigen Adresse.

Ähnlich ausgerichtet, was die Vermittlung von Berufen in der Logistikbranche angeht, ist die SVG (Straßenverkehrs-Genossenschaft Nordrhein eG) mit Sitz in Düsseldorf. Mitarbeiter Dieter Schmidt, Fahrlehrer aller Klassen, hatte bereits zahlreiche Anfragen an seinem Stand. "Kraftfahrer werden händeringend gesucht. Deshalb veranstalten wir am 21. April 2016 einen Tag der Logistik am SVG-Autohof in Düsseldorf." Wichtig: Den Führerschein kann man bei SVG machen. Die Kosten (rund 5.000 bis 6.000 Euro) übernimmt je nach Bedürftigkeit das Jobcenter oder die Arbeitsagentur. Positiv ist, dass man ins Gespräch kommt", sagt Markus Kowalczyk von der Agentur für Arbeit. Arbeitsvermittler waren gestern ebenfalls vertreten und sprangen mit Rat und Tat ein, wo Fragebedarf vorhanden war. Beim Institut für berufliche Bildung aus Düsseldorf (IBB) bestand die Möglichkeit, eine Ausbildung als Betreuungsfachkraft zu absolvieren. "Die Möglichkeit als Seniorenbetreuer, Demenz oder Alltagsbegleiter zu arbeiten, wird gerne angenommen", sagt Dominik Habrich von IBB. Bereits in der ersten Stunde kamen 40 Interessierte an seinen Stand. Eine Frau (36) aus Hilden, Mutter zweier Kinder, möchte sich gerne weiterqualifizieren. "Ich habe einen 450 Euro-Job in einem Supermarkt und suche jetzt eine Teilzeitarbeit."

Seit 25 Jahren lebt ein Mann (45) aus Togo in Deutschland. "Ich habe in der Lagerlogistik gearbeitet und war in Zeitarbeitsfirmen beschäftigt, jetzt suche ich eine langjährige Anstellung."

Sehr gute Deutschkenntnisse besitzt ein junger Mann (29) aus Syrien. Er lebt seit zweieinhalb Jahren in Velbert. "Ich habe in Syrien als Buchhalter gearbeitet, vier Jahre studiert und möchte jetzt ein Berufspraktikum machen". Derzeit besucht er einen fachspezifischen Sprachkurs. Er wird gute Chancen haben, in Deutschland eine Arbeitsstelle zu finden.

Quelle: RP
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