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Fitness-Serie (letzter Teil) mit Sigrun Blauth
"Ein Präventionskurs ist nur der Anfang"

Fitness-Serie (letzter Teil) mit Sigrun Blauth: "Ein Präventionskurs ist nur der Anfang"
Sigrun Blauth und ihr Team bieten bei Medi Sport ausgewogenes Training für den ganzen Körper an. Das Geräte-Training dient dem gezielten Muselaufbau. FOTO: Achim Blazy
Mettmann. Die Geschäftsführerin von Medi-Sport in Mettmann über die Wichtigkeit, den eigenen Körper zu kennen und zu pflegen.

Frau Blauth, wir haben jetzt bei Medi-Sport Pilates, Faszien-, Beckenboden- und Koordinationstraining im Selbstversuch probiert. Wie passt das alles zusammen?

Sigrun Blauth Das alles sind Elemente eines ganzheitlichen Körpertrainings. Es geht darum, nicht nur einzelne Teilbereiche zu trainieren. Trainiere ich nur die Bewegungs-Muskulatur, schwäche ich möglicherweise die Stabilisierungsmuskulatur. Zum Training: Pilates und das Beckenbodengerät trainieren die Körpermitte, die Faszien pflegen die Muskeln. Koordinationstraining dient dem Gleichgewicht - und alles zusammen ist ein ausgewogenes Training für den gesamten Körper.

Normalerweise werden diese Elemente in Gesundheitszentren aber immer als Einzelkursus angeboten.

Blauth Bei uns war das bislang auch so. Nun bieten wir aber dieses ganzheitliche Training an - einen Grundkursus für den ganzen Körper. Das gab es so noch nicht. Der rote Faden dieses Trainings ist, die eigene Körpermitte zu erkennen und zu stabilisieren, dazu falsch angewöhnte Vorzugshaltungen zu erkennen und bestenfalls zu ändern.

Wie sieht der Inhalt des Kurses aus?

Blauth Der Kursus umfasst zehn Einheiten. Wir werden die vorhin genannten Elemente konstruktiv jeweils in die erste Hälfte einer jeden Einheit einbauen. Dazu kommt noch ein angeleitetes Geräte-Training zum gezielten Muskelaufbau.

Wem empfehlen Sie den Kursus?

Blauth Ein Kursus wie dieser dient eindeutig der Prävention. Wenn jemand wirklich Probleme mit einzelnen Körperregionen hat - und damit meine ich nicht, ab und zu mal leichte Rückenschmerzen zu haben - ist es eigentlich schon zu spät. Denn dann ist tatsächlich ein Rehabilitationskurs notwendig. Dieser Kursus ist für Menschen, die sich selbst richtig kennenlernen und stärken wollen. Es geht darum, den aktuell gesunden Körper auch künftig in guter Form zu halten. Das gilt in jedem Alter - auch Jüngere sollten früh an sich arbeiten, um später erst gar keine Probleme zu bekommen. Eines ist aber wichtig: Man darf keiner Illusion erliegen. Auch ein solcher Kursus kann nur ein Anreißer sein, es ist kein Allheilmittel.

Was meinen Sie damit?

Blauth Manche Leute gehen drei Wochen im Jahr in eine Kur. In der Zeit wird viel trainiert, und sie fühlen sich gut. Aber: Die meisten kommen danach nach Hause - und machen nichts mehr. Dann ist der positive Effekt der Kur in kürzester Zeit wieder hinfällig. Manchmal kommen die Probleme, weswegen die Kur überhaupt verschrieben wurde, sogar noch stärker zurück. Es fehlt die Regelmäßigkeit. Präventionstraining kann nämlich nur dann funktionieren, wenn man es stetig betreibt. Man darf nicht der Illusion erliegen, dass man auf ewig geheilt ist, nur weil man einmal einen Präventionskursus besucht hat. Ein Präventionskursus ist immer nur der Aufhänger zu gezieltem langfristigen Training. Dazu gehört auch Bewegung im Alltag.

Was ist neben dem durchgängigen Training noch wichtig für einen gesunden Körper?

Blauth Gesund und ausgewogen essen ist wichtig. Guter Schlaf, darauf achten, nicht erkältet ins Training zu gehen. Die wichtigste Regel ist: Hört auf euren Körper! Der meldet sich nämlich ziemlich nachdrücklich, wenn etwas nicht stimmt oder wenn etwas fehlt. Das darf man nicht ignorieren.

ANDRÉ SCHAHIDI FÜHRTE DAS GESPRÄCH

Quelle: RP
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