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Postskriptum Die Woche In Unserer Stadt
Ein Trio, das funktioniert

Mettmann. Die Stadt Wülfrath, die Polizei und das Unternehmen Lhoist haben gestern eine Ordnungspartnerschaft beschlossen, nach der sie gemeinsam rund 20 Kilometer Wanderwege in der Nähe des Kalkunternehmens kontrollieren wollen. Die Fliether Runde, der Rundwanderweg Eignerbach, Scheidter Höhenweg und Kostenberg gehören zu den Flächen, auf denen das Sicherheitsgefühl der Menschen erhöht und Schäden vermieden werden sollen. Drei unterschrieben gestern: Bürgermeisterin Claudia Panke, Landrat Thomas Hendele und Lhoist-Geschäftsführer Philip Niemann.

Was mit einem sperrigen Wortkonstrukt umschrieben ist, funktioniert in der Realität ausgezeichnet. 2011 stiegen die Kosten für Vandalismus, Abfallbeseitigung, Diebstahl und Umweltdelikte auf den Wegen immer weiter. Eine sechsstellige Summe baute sich jährlich auf. Heute haben die Kontrollgänge von Polizei und städtischem Jugendamt die Kosten deutlich reduziert. Nur noch gut 10- bis 15.000 Euro muss Lhoist für Reparaturen und so weiter aufbringen. Bürgermeisterin und Landrat haben recht, wenn sie die besondere Situation des Trios und deren Erfolgsbilanz hervorheben. Es sei die einzige Ordnungspartnerschaft im Kreis Mettmann, bei der auch ein Unternehmen dabei ist.

Dies alles ist auch deshalb erfolgreich, weil in dem Projekt die Bestrafung nur die Ultima Ratio ist. Hauptsächlich klären die Beteiligten auf, setzen auf Einsicht - und schaffen das meist auch, sagt der Leiter der Polizeiwache Wülfrath, Rolf Stahl. Jugendamtsmitarbeiter begleiten die Kontrollgänge der Polizei, denn öfter seien es Jugendliche, die zu richtigem Verhalten angehalten werden müssten, sagt er. Gerade mal eine Handvoll Ordnungswidrigkeiten habe die Polizei in den vergangenen Jahren letztlich sanktionieren müssen. In allen anderen Fällen siegte Vernunft und Einsicht.

uwe.reimann@rheinische-post.de

Quelle: RP
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