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Kreis Mettmann
Einbruchsradar ist jetzt online

Kreis Mettmann: Einbruchsradar ist jetzt online
Polizeisprecherin Nicole Rehmann zeigt vor der Mettmaner Kreispolizei-Zentrale das neue Einbruchsradar für das Kreisgebiet. Es wird jetzt jeden Mittwoch aktualisiert. FOTO: Ralph Matzerath
Kreis Mettmann. Gestern veröffentlichte die Kreispolizei erstmals die wöchentliche Grafik-Übersicht über Einbrüche im Kreisgebiet. Von Ralf Geraedts

20 blaue Häuschen stehen in Kreisen. Die anhängenden Pfeile deuten auf Bereiche in den zehn Städten, wo es in vergangenen sieben Tagen Wohnungseinbrüche gegeben hat. Gestern lieferte die Polizei das erste Wohnungseinbruchsradar, das jetzt wöchentlich aktualisiert wird. "Die Häufung von Pfeilen in Stadtteilen kann dann anzeigen, wo es Brennpunkte gibt", nennt Polizeisprecher Ulrich Löhe einen Aspekt.

Viel mehr Information bietet das Einbruchsradar jedoch nicht. Wer eine Infografik auf der Homepage der Kreispolizei erwartet hat, in die der Nutzer einzoomen könnte, um an weitere Informationen ganz konkret aus seiner Stadt zu gelangen, wird enttäuscht. "Das Bild ist ein Screenshot unseres internen Auswertungssystems", erläutert Löhe das Entstehen. Das in der Tagesarbeit von der Polizei genutzte Programm liefert nach dem Einstellen einiger Filter die Daten für die Grafik, die dann in ein statisches Dateiformat umgewandelt wird.

Eine hochtechnische Lösung sähe sicher anders aus. Das räumt auch Ulrich Löhe ein. Allerdings betont er: "Wir machen täglich viel mehr!" Die täglichen Meldungen im Presseportal der Kreispolizei (per Link über die Homepage erreichbar) informierten darüber, wo wann was geschehen sei. Täterbeschreibungen (falls vorhanden) und Präventionshinweise rundeten das Angebot ab. "Das Einbruchsradar ist nur ein Zusatz zu dem, was es vorher längst gegeben hat." Die Karte könne letztlich unter Datenschutz-Gesichtspunkten keine detaillierteren Informationen transportieren, erläuterte der Polizeisprecher.

Das bedeuten die Gaunerzinken FOTO: RPO

Wuppertal, Remscheid, Solingen, Hamm, Hagen, Bochum und Leverkusen waren die ersten Polizeibehörden, die ein Einbruchsradar veröffentlichten. Die Kreispolizei Mettmann hatte vor sechs Wochen noch nicht geplant, die Radar-Idee aufzugreifen. Dann seien Begehrlichkeiten entstanden, in deren Folge das Innenministerium nunmehr den Weg zum Radarbild vorgegeben hat. "So wissen die Bürger, wo gerade Banden oder Einzeltäter zugange sind", sagte der Wuppertaler Polizeisprecher Stefan Weiand unserer Redaktion. Das NRW-Innenministerium beobachtet nach den Worten des für Polizeiangelegenheiten zuständigen Sprechers Wolfgang Beus den Einsatz des Einbruchsradars "mit großem Interesse".

Zu sehen, in welchen Bereichen vermehrt eingebrochen wird, sensibilisiert die Bürger. Wer verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet, sollte sich nicht scheuen, die Polizei anzurufen. "Haben Sie keine Angst, die 110 zu wählen", appelliert Rainer Herbrandt von der Kriminalprävention an alle. Die Beamten in der Dienststelle in Hilden (Kirchhofstraße 71, Tel. 02104 982-7500) ) können viele Tipps zum Einbruchsschutz geben.

So schützen Sie Ihr Haus vor Einbrechern FOTO: dpa, Robert Schlesinger
Quelle: RP
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