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Mettmann/Erkrath
Eine gelungene Werbung für die Neanderland Biennale

Mettmann/Erkrath: Eine gelungene Werbung für die Neanderland Biennale
Das Théatre Les Anthropologues warb mit einem Walk-Act in Mettmann für die Neanderland Biennale. FOTO: Janicki, Dietrich (jd-)
Mettmann/Erkrath. "Aufbruch" lautet das diesjährige Motto der 7. Neanderland Biennale. Das Theaterfestival feiert Freitag, 29. Mai, Premiere, endet am 20. Juni mit "Alice auf den Straßen" und bezieht mit spektakulären Inszenierungen alle zehn Städte des Kreises als Spielstätten ein. Erstmalig dabei sind diesmal französische Theaterformationen, so wie Théatre Les Anthropologues. Von Valeska von Dolega und Susann Krüll

Die gaben anlässlich des Welttags des Theaters, der gestern gefeiert wurde, in Mettmann eine Kostprobe ihrer eigenwillig-exotischen "Alice im Wunderland"-Adaption. Kostümiert im extravaganten Steam-Punk-Stil, spazierten der Hutmacher, ein weiß gewandeter Herr mit exzentrischer Fliegerbrille, und die blond bezopfte Alice durch die Neandertalstadt und forderten Passanten auf, sie zur Teezeremonie zu begleiten. Viele blieben stehen., ließen sich mit den Darstellern fotografieren und fragten interessiert nach, was denn hier geboten würde.

"Es ist ein Walking Act", erklärte Katja Lillih Leinenweber, künstlerische Leiterin der diesjährigen Bienale. Entlang von fünf Stationen soll die traditionelle Lewis Carroll-Geschichte der kleinen Alice, die einem Kaninchen in ein märchenhaftes Fabelland folgt, auf französisch und englisch erzählt werden. "Die Story ist den meisten bekannt", wichtige Figuren wie die Herzkönigin und ihr schrilles "Kopf ab!" sind in der modernen Version ebenso dabei wie das ewig auf die Uhr schauende Kaninchen. Auch die Grinsekatze wird spektakulär in Szene gesetzt, einen "richtig spannenden Effekt" verspricht die Gruppe zu setzen. Die ganze Stadt soll als Kulisse dienen, Requisiten werden auf Handwagen von der Darstellern mitgeführt und pyrotechnische Effekte sind ebenfalls vorgesehen. Damit die perfekt wirken können, beginnt die Aufführung Samstag, 20. Juni, abends. Um 21 Uhr startet die Gruppe an der Beckershoffstraße, quer durch die Innenstadt geht es bis zum Königshof. Jeder aus dem Publikum darf sich als Teil der Geschichte um ein kleines Mädchen und seine Abenteuer fühlen.

Etwas besseres Wetter hätten sich die drei Werberinnen für die Neanderland Biennale am Donnerstagnachmittag auf dem Hochdahler Markt sicher schon gewünscht. Doch als Clown Tiftof mit seiner Show für Groß und Klein los legte, blieben die Besucher bereitwillig stehen. So konnten Katja Lillih Leinenweber, die Leiterin der Neanderland Biennale, sowie Nicole Pauli vom Kulturamt der Stadt und Meike Utke, Festival-Verantwortliche beim Kulturamt des Kreises, noch einige Info-Flyer verteilen.

Auf dem Hochdahler Markt macht der Clown Kunststückchen. FOTO: Dietrich Janicki

Besonders für den Event in Erkrath rührten die Drei die Werbetrommel. Am 31. Mai sind das Theater fensterzurstadt und das Figurentheater Neumond aus Hannover mit dem Stück "Wo die wilden Kerle wohnen" in der Aula des Hochdahler Gymnasium zu Gast (für Kinder ab 4 Jahren, Beginn 16 Uhr, VVK 4, Tageskasse 6 Euro). Dieses nach dem Kinderbuchklassiker von Maurice Sendak entstandene Theaterstück bringt Kinderaugen sicher genauso zum Leuchten wie es Clown Tiftof mit seiner Vorführung auf dem Hochdahler Markt gelang. Besonders Simon, der "schon ganz lange fünf" ist, folgte mit großen Augen jeder seiner Bewegungen und durfte bei seinen Kunststücken auch assistieren. Für seine Zauber-, Einrad- und Diabolo-Kunststücke sowie das Jonglieren mit brennenden Fackeln erhielt Christoph Münch, alias Clown Tiftof, jede Menge Applaus.

www.neanderland-biennale.de

Quelle: RP
 
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