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Mettmann
Eine Malerin entführt in fremde Welten

Mettmann: Eine Malerin entführt in fremde Welten
Monika Becker aus Ratingen stellt ab Sonntag im Kreispolizeipräsidium aus. FOTO: Achim Blazy
Mettmann. Die Künstlerin Monika Becker zeigt einen Ausschnitt ihrer Werke im Kreispolizeipräsidium Mettmann. Vernissage ist am Sonntag. Von Valeska von Dolega

Vor zwei Jahren bewunderte sie die Ausstellungsstücke eines anderen Künstlers auf den Fluren des Kreispolizeipräsidiums. Jetzt stellt Monika Becker, Malerin aus Ratingen, selbst am Adalbert-Bach-Platz aus. "Ferne Welten" nennt sie ihre Schau, die dritte überhaupt. Die Vernissage wird am morgigen Sonntag, 8. November, gefeiert.

Der Titel ist Programm. Bevorzugt als Symphonien in Blau sind Interpretationen der gebürtigen Ruhrgebietlerin, die 1974 berufsbedingt nach Ratingen zog und die Stadt als so etwas wie ihre Herzensheimat empfindet.

"Ich reise sehr gerne und am liebsten auf eine kleine Insel vor Venezuela", beschreibt sie, wo sie Ideen findet und sammelt. Coche heißt dieser Lieblingsplatz, den sie seit 2011 regelmäßig anfliegt. "Dort hatte ich das Glück, auf Menschen zu treffen, die mich sofort angenommen haben." Das Kleinklein des Eilands, auf dem quasi alle Einwohner einander kennen, gefällt ihr besonders gut. Und das farbenprächtige Drumherum ebenso.

"Ich war immer sehr kreativ und wäre gerne Designerin geworden." Auf Wunsch der Eltern aber lernte Monika Becker, geboren 1946, etwas Solides. 33 Jahre betrieb sie eine Handelsagentur für Süßwaren, im eigenen Süßwarenfachgeschäft konnte sie sich beim Verpacken der Pralines ein bisschen kreativ austoben. Nach einem dramatischen Anschlag auf ihr Leben und einer anschließenden Therapie fand sie den weg zur Malerei. "Eine Ergo-Therapeutin entdeckte mein Talent." Die Freunde, mit denen ich sonst die Sauna besuchte, stellten sich dann als Aktmodelle zur Verfügung. Außerdem besuchte sie verschiedenste Malkurse. Inzwischen malt sie bevorzugt mit Acryl auf Leinwand, gerne im Farbbereich blau. "Herzweh", "Feuerwerk", "Urknall" oder "Venus" nennt sie ihre Bilder, deren grundsätzliche Motive sie oft in der Natur findet. Ist sie auf Coche, ist eine Kamera ihr ständiger Begleiter, um per Schnappschuss einen Eindruck "einzufangen". Oder sie fertigt Skizzen an, die dann zu Hause in Ratingen ausgearbeitet werden. Inspiriert sie etwas auf "ausgedehnten Spaziergängen" durch den Poensgenpark oder rund um den Grünen See, holt sie direkt danach die Staffelei heraus und macht sich an die Arbeit. "Es macht mir Spaß, mich auf der Leinwand auszuleben" Allerdings kann sie nur dann aktiv sein, wenn der Kopf frei ist. "Ich bin sehr emotional." Die Herausforderung, etwas als Entwurf zu beginnen und allmählich zu füllen, gefällt ihr. "Das ist eine stetige Auseinandersetzung."

Quelle: RP
 
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