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Mettmann
Eine Zeitreise ins Mittelalter

Mettmann: Eine Zeitreise ins Mittelalter
Der Ritter "Heinrich I. Piepenhoy" zeigt Bürgermeister Thomas Dinkelmann (l.) und Thomas Mehrer (Rhenag) wie man ein Schwert führt. FOTO: Stephan Köhlen
Mettmann. Der Rittermarkt auf dem historischen Marktplatz wurde trotz des schlechten Wetters gut angenommen. Von Klaus Müller

Wie eine Zeitreise ins Mittelalter wird den Besuchern des 8. Rhenag-Ritterfestes der Rundgang um den historischen Marktplatz im Schatten der Lambertus-Kirche vorgekommen sein.

Zwar waren in diesem Jahr nicht so viele Stände aufgebaut, wie dies in der Vergangenheit der Fall war, doch gab es ein reichhaltiges mittelalterliches Angebot. Überall waren auf dem Marktplatz die Ritter in ihren Gewändern oder Ausrüstungen sowie den Schwertern zu sehen. Dabei wurde auch in zeitlichen Abständen die Kunst des Kämpfens demonstriert.

Die Ritter ließen ihre schweren Schwerter schwingen. Aber auch einige der hübschen Burgfräuleins bewiesen, dass sie mit dem Schwert umgehen können und die erfahrenen Rittersleut zogen manchmal den Kürzeren im Kampf gegen das weibliche Geschlecht. Die Besucher klatschten viel Beifall für die gelungenen und zuweilen waghalsigen Kampfaktionen. Zum Entspannen sorgte die Gruppe Thekenspieler mit ihren mittelalterlichen Gesängen, begleitet vom Flöten- und Gitarrenspiel.

Die Thekenspieler luden die Gäste zum Mitsingen ein und erfüllten auch Musikwünsche. "Das ist einfach toll, was die Thekenspieler hier bieten und wie sie die Zuschauer einbinden", lobte Daniela Sebat, die mit ihren drei Kindern den Mittelalter-Markt besuchte. "Wir kommen fast jedes Jahr hierher, weil wir von dem Treiben auf dem Marktplatz fasziniert sind", fügte Daniela Sebat hinzu. "Zu unserem Repertoire gehört alles was mit Wein, Weib und Gesang zu tun hat. Halt eben Lieder, die früher in den mittelalterlichen Tavernen gesungen wurden", sagte Matthias Hennig, der bei den aus Duisburg angereisten Thekenspielern für Gesang und Trommel zuständig ist. Gute Resonanz fanden beim Publikum die mittelalterlichen Handwerkerstände. Wie in den Vorjahren war die alte Schmiede des Handwerkers Ranak vom See (Rolf Deschner) ein wichtiger Anziehungspunkt für die Kinder und Erwachsenen.

Die Kinder hatten sichtlich Spaß daran, mit dem Schmied kleine Hufeisen zu fertigen. Abwechselnd ließen mit Ranak vom See ließen sie mit den Hammer auf das glühende Eisen niedersausen, so dass die Funken vom Amboss aus zu allen Seiten sprühten. Zum Bogenschießen lud der "Bogner von Dortmund" ein. "Die Bögen und Pfeile stelle ich selbst her", verwies der Bogner auf seine handwerkliche Geschicklichkeit hin. Er reise regelmäßig zu den mittelalterlichen Märkten. Sein Stand sei immer gut besucht. "Ich schlafe dann auch vor Ort in meinem Zelt." Das Rhenag-Ritterfest gefalle ihm gut. "Das ist auf dem historischen Marktplatz das richtige Ambiente für solch ein mittelalterliches Spektakel." Nicht ganz so zufrieden zeigte sich eine Händlerin mit dem Künstlernamen "Stormigum Beluma", die verschiedene Artikel aus der Zeit der Kelten anbot "Ich hatte eigentlich mit mehr Besucherandrang an meinen Stand gerechnet." Vielleicht liege auch daran, dass die Zeit der Kelten weit vor dem Mittelalter gelegen habe, nannte sie selbst einen Grund.

Quelle: RP
 
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