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Mettmann
Eismann-Komplex noch ungenutzt

Mettmann. Wirtschaftsförderungsausschuss spricht über innenstädtische Flächen. Von Thomas Peter

Die Stadt möchte mehr Gewerbe in Mettmann ansiedeln, doch das gestaltet sich schwierig. Historisch gesehen war Mettmann immer Verwaltungsstadt, es sind nur wenige Flächen für Gewerbe geeignet und ausgewiesen. Doch die Gemeindefinanzierung ist in Deutschland auf die Einnahmen aus der Gewerbesteuer ausgerichtet. Über den Stand der Dinge berichtete nun die Verwaltung im Wirtschaftsförderungsausschuss.

Im Gewerbegebiet Neanderpark habe sich die Vermarktung der Flächen lange hingezogen, so Abteilungsleiter Wolfgang Karp. "Die Wirtschaftskrise 2008/09 hat voll durchgeschlagen." Inzwischen sei aber eine bunte Mischung verschiedener Branchen und größerer und kleiner Mittelständler entstanden. "Die Firmen sind dankbar für diesen Branchenmix", so Karp. Neben der Fachhochschule der Wirtschaft haben sich im Neanderpark unter anderem die Schraner GmbH, die Gastronomiekette Road Stop und August Schmits Stanz- und Umformtechnik angesiedelt. Vor allem bei Erkrather Unternehmern scheint der Standort Mettmann sehr beliebt.

Das Autohaus Fröhlich wurde allerdings im Ausschuss kritisiert. "Da wird keinen Wert auf die Pflege der Außenanlage gelegt" sagte Fabian Kippenberg (CDU). "Das ärgert mich persönlich sehr." Am neuen Gewerbegebiet "Zur Gau" sei man noch gar nicht richtig in die Vermarktung eingestiegen, so Wolfgang Karp. Wegen der begrenzten Freiflächen müsse sich die Strategie mehr auf die Revitalisierung von Altflächen konzentrieren. So stehen die alte Kircher Brotfabrik und der Eismann-Standort im Fokus der städtischen Begehrlichkeiten. "Revitalisierung ist für uns billig, weil schon alles da ist", bemerkte Bauamtsleiter Kurt Werner Geschorec.

Was die Vermarktung von innerstädtischen Gewerbeflächen angeht, so hatte die CDU-Fraktion eine Anfrage an die Verwaltung gestellt. Fabian Kippenberg hatte aus einer Rundmail an die Eigentümer in der Oberstadt erfahren, dass die Ansiedlung dort durch Denkmalschutzauflagen erschwert werde. So dauere es ein halbes Jahr, bis etwa das Anbringen eines Firmenschildes im Fenster genehmigt werde, was einfach zu lang sei. "Unternehmer, die Mettmann jetzt nicht ganz doll lieb haben, schreckt das ab."

Quelle: RP
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