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Postskriptum Die Woche In Unserer Stadt
Endlich frischer Wind im Rathaus

Mettmann. Thomas Dinkelmann ist in dieser Woche als neuer Bürgermeister vereidigt worden. Er hat den Anspruch formuliert, das Verhältnis zwischen Rat, Verwaltung und Bürgerschaft zu verbessern.

"Der berechtigte Anspruch auf Transparenz und Bürgerbeteiligung im Verwaltungshandeln wird immer deutlicher. Dem werden wir gerecht mit offenem Dialog, frühzeitiger Kommunikation und der Beteiligung unserer Bürger an sämtlichen Prozessen von öffentlichem Interesse", sagte Bürgermeister Thomas Dinkelmann in seiner ersten Haushaltsrede. Der Mettmanner, der seit Oktober offiziell im Amt ist, muss sich an seinen Äußerungen und Ansprüchen messen lassen. Als Vorsitzender des Bürgerforums hat er oft die Verwaltung und die Kommunalpolitik gerügt, es werde nicht genügend dienstleistungsorientiert gearbeitet, ja es werde gar gemauschelt. Mal schauen, was sich verändert. Man hat jedenfalls nach zwei Monaten den Eindruck, dass im Rathaus ein frischer Wind weht. Die Angst und Verzagtheit sowie die innere Emigration, die unter Dinkelmanns Vorgänger Bernd Günther auf den Fluren und in den Amtszimmern spürbar war, ist offenbar weg. Es herrscht ein anderer Umgangston. Die Mitarbeiter scheinen wieder motiviert.

Thomas Dinkelmann hat allerdings noch viele Baustellen. Eine ist seine Beziehung zu seinen früheren Genossen. Da ist damals viel Porzellan zerschlagen worden. Man merkte es unlängst bei der Etatrede von Dinkelmann. Der Beifall von der SPD fiel im Vergleich zur CDU spärlich aus. Auch bei den Ehrungen der langjährigen sozialdemokratischen Ratsmitglieder war die Atmosphäre von Seiten einiger Genossen ziemlich förmlich.

Die SPD muss endlich Frieden mit ihrer Vergangenheit schließen. Die Schlappe bei der Kommunalwahl war selbstverschuldet. Der neue parteilose Bürgermeister braucht Unterstützung von der Politik. Auch von der SPD.

Quelle: RP
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