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Mettmann
Entengeschichten und muntere Weinprobe

Mettmann. Das Neanderthal Museum lud zu einem Rundgang durch die Duckomenta ein. Von Rabea Gruber

Menschen und Enten sind sich näher, als wir glauben. Mit diesem wundersamen Umstand befasst sich die Ausstellung "Duckomenta", die zurzeit Station im Neanderthal Museum macht.

Jetzt gab es eine besondere Führung durch die Sonderausstellung mit anschließender Weinprobe. Andrea Binkowski führte durch das Museum und konnte sich über eine ausgebuchte Veranstaltung freuen. Schließlich ist die Duckomenta mittlerweile ein echter Publikumsmagnet für große und kleine Entenfans. Das liegt an der außergewöhnlichen Idee dahinter: Für die Ausstellung wurden die Mitglieder der berühmten Familie Duck aus Entenhausen in Szenen der Menschheits- und Kunstgeschichte aufgenommen.

Dabei herausgekommen ist ein kleines Paralleluniversum, in dem die menschliche Geschichte humorvoll nachgezeichnet wird.

Binkowski begann bei einem Neandertaler mit Entenschnabel und Lendenschurz, bevor sie die Gäste durch die Epochen führte.

Wer hätte beispielsweise gedacht, dass schon die frühsten Vorfahren der Entenartigen ihre Existenz in Höhlenmalereien festhielten? Warum hat Homer unterschlagen, dass die List mit der trojanischen Ente den gleichnamigen Krieg entschied? Und wieso hat der Künstler Monente eigentlich so gern Seerosen gemalt? All das klärte die einstündige Führung durch die Duckomenta.

"Ursprünglich hatten ein Braunschweiger Kunstsoziologe und seine Studenten die Idee", erzählte Binkowski. "Mittlerweile haben aber viele Künstler dem Team zugearbeitet, das erklärt auch die unterschiedlichen Stile und Qualitäten der Exponate." Die Ausstellung umfasst aktuell etwa 600 Objekte, von denen 160 nun in Mettmann gastieren.

Den Besuchern gefiel die alternative Version der Geschichtsschreibung ebenso wie die Neuinterpretation der berühmten Kunstwerke. Das Ehepaar Schober lobte auch die lockere Führung. "Das war ganz toll moderiert", sagte Claudia Schober. Ihr gefiel der Wechsel zwischen Anekdoten aus der "Entengeschichte" und echten geschichtlichen Fakten.

Norbert Fahldieck fand ebenfalls, dass das Konzept gut aufging: "Es war nie platt und hatte auch den nötigen Ernst." So einige Lieblingsstücke haben er und seine Frau auf dem Rundgang auch entdeckt. "Ganz besonders gut hat mir der Dötzi gefallen", erzählte Renate Fahldieck. Die kleine Entenfigur lag als Hommage an Ötzi im Kunstschnee. Wer jetzt Lust auf die Duckomenta hat, kann die Wanderausstellung noch bis Sonntag, 30. Oktober im Neanderthal Museum sehen. Für Familien gibt es am Sonntag, 25. September noch eine Führung unter dem Motto "Entenquatsch". Dann reisen die Enten weiter nach Leipzig. Seit 1986 touren sie bereits durch das In- und Ausland.

Quelle: RP
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