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Erkrath
Erkrath ist aufgeblüht

Düsseldorf. Der Verein "erkrath blüht" besteht zehn Jahre. Die Bepflanzung des Bavierparks soll allmählich in die Hände der Stadt Erkrath übergehen. In Zukunft rückt der Verein Kunst und Kultur ins Blickfeld. Von Monika Spanier

Mit einer Bürgerstiftung will sich der Verein "erkrath blüht", der jetzt zehn Jahre alt wurde, ein größeres finanzielles Fundament schaffen, um neue Perspektiven umzusetzen. "Wir streben an, die Bepflanzungen langfristig in die Hände der Stadt Erkrath zu übergeben und wollen uns künftig Dingen wie Kultur und Kunst widmen", sagte erste Vorsitzende Inge Berkenbusch gestern vor der Presse.

Dass der Verein die Stadt in den vergangenen zehn Jahren immer mehr zum Blühen gebracht hat, ist auch Mitgliedern wie Rolf und Inge Deines zu verdanken. Zwei- bis drei Pflanztermine im Jahr gehören zum Alltag des Ehepaares, das im Bavierpark vom Spielplatz bis zur Gerberstraße Beete säubert und bepflanzt und im Sommer oft stundenlang bewässert. Der Einsatz war oft anstrengend, manchmal gab's Ärger mit Hundehaltern oder über Zeitgenossen, die sich den Blumenschmuck fürs Wohnzimmer im Park besorgten. In der letzten Zeit nimmt das Wohlwollen der Bürger zu. So appelliert Inge Berkenbusch an die Erkrather, die Blumenpracht nicht mutwillig zu zerstören. In diesem Jahr hat die Stadt Erkrath erstmals die Bepflanzung des Stadtgebietes (mit Ausnahme des Bavierparks) übernommen.

Sieben Stadttore im Blick

Der Vereins "erkrath blüht" hat viel ins Rollen gebracht. Er war am Bau des Initiativ-Hauses am Bouleplatz in Alt-Erkrath beteiligt und gründete mit dem Boule-Club einen Trägerverein. Er unterstützte die Schüler des Gymnasiums am Neandertal, die am Bahnhof Millrath ein Kunstwerk aufstellten und bepflanzten das Rondell mit weißen Rosen. "Unsere Arbeit hat Signalwirkung", betont Inge Berkenbusch.

Anknüpfend an die bereits 1996 von dem Künstler Dieter Hofmann geäußerte Idee der Stadttore will der Verein "erkrath blüht" an Möglichkeiten mitarbeiten, um den inneren Zusammenhalt der Stadt sichtbar zu machen. Die Idee zur Errichtung von sieben Stadttoren in Erkrath ruhe beim Bauamt. 85 000 Euro müssten zur Sicherheit hinterlegt werden. "Das können wir bei 20 Euro Mitgliedsbeitrag im Jahr nicht leisten", sagt Inge Berkenbusch. Unternehmer Hasso von Blücher, Vorstandsmitglied im Verein, will die Einheit über Symbole markieren. "Erkrath ist die Stadt des Neandertals", betont er. Da müsse sich doch was machen lassen. Der weltbekannte Gartenarchitekt Bödeker würde die Stadt umsonst beraten. Doch er sei bislang noch von niemanden gefragt worden. Wilfried Borghoff, der seit zehn Jahren zu den Pflanzern bei "erkrath blüht" gehört, wünscht sich eine Art "Rat der Gestaltung", der den Stadtrat berät.

Als nächstes Projekt steuert der Verein einen Bewegungspark für Senioren im Bavierpark an. Er erhofft sich Unterstützung aus dem Konjunkturpaket II. Eindeutig ist die Haltung zum heiß diskutierten Ausbau von Parkplätzen: Der Verein ist empört über Vorstellungen des Investors. Schnelligkeit passe nicht in den Park, meint Borghoff. "Ich hoffe, dass es keine Mehrheit dafür gibt", sagt Inge Berkenbusch.

Quelle: RP
 
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