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Mettmann
Evangelische Gemeinde steht vor Umstrukturierung

Mettmann. Bei der Gemeindeversammlung der evangelischen Kirchengemeinde Mettmann stellten sich 16 Kandidaten für die am 14. Februar kommenden Jahres stattfindende Neuwahl des Presbyteriums vor. Da es genau so viele Kandidaten wie zu wählende Glieder gibt, ist es gut möglich, dass die Kirchengemeinde gar nicht zur Wahl aufgerufen wird. "Der Kreissynodalvorstand wird von uns darüber informiert, dass es eine Deckungsgleichheit zwischen Kandidaten und zu wählenden Presbyterinnen und Presbyter gibt. Er entscheidet, ob eine Wahl durchzuführen ist oder nicht", erklärte Presbyteriumsvorsitzender Pfarrer Bertold Stark. Von Klaus Müller

Grundsätzlich positiv bewerteten in der Diskussion anschließend die Gemeindeglieder die Erfahrungen mit der Neuen Liturgie. Nicht ganz glücklich sind sie mit den frühen Gottesdienstzeiten. Es wäre wünschenswert, wenn es wieder einen Sonntagsgottesdienst um 11 Uhr gäbe, lautete der Tenor. Ein Gemeindeglied wies auf den zumeist sehr gut besuchten Gottesdienst am Samstagabend in der Krankenhauskapelle als Alternative hin.

Hinsichtlich des Besuches der Gottesdienste in den einzelnen Pfarrbezirken wurde auch angefragt, ob es eine Statistik gebe, wie der Austausch der Kirchenbesucher aus anderen Pfarrbezirken sei. "Darüber gibt es keine Statistik und wir haben auch in Zukunft nicht vor, eine statistische Erhebung zu erstellen", lautete die unmissverständliche Antwort von Pfarrer Jürgen Artmann.

Nachdem Pfarrer Ernst A. Schmidt die neue vorläufige Homepage der Gemeinde vorgestellt hatte, machte Pfarrer Stark auf Anfrage deutlich, dass aus finanziellen Gründen derzeit nicht daran gedacht sei, den Glockenstuhl in der Kirche Metzkausen zu erneuern. "Wir wissen nicht, wie die pfarramtliche Tätigkeit in der Kirchengemeinde Mettmann in zehn bis 15 Jahren aussehen wird. Immerhin kommen die Pfarrer Klaus Schilling, Jürgen Artmann und er selbst in absehbarer Zeit in das pensionsfähige Alter."

In Zukunft werde es voraussichtlich zu Umstrukturierungen personeller und räumlicher Art kommen. Es müsse überlegt werden, wie mit dann vermutlich weniger Pfarrern eine angemessene Arbeit in der Kirchengemeinde geleistet werden kann. Dies habe zur Folge, dass frühzeitig eine entsprechende Weichenstellung vorgenommen werden sollte. Allerdings blieben die Ankündigungen noch vage.

Die vorgeschlagenen Kandidaten für die Presbyteriumswahl sind: Sebastian Brandt, Jutta Christoph, Markus Diehl, Edith Frank, Christiane Heidel, Ingrid Jané, Jochen Kirkes, Bernd Landsmann, Nora Lenz, Karin Müller, Christiane Müschenich, Erika Papenberg-Rütters, Anette Scriba, Bettina Steinbach, Dr. Gerhard Wegener, Ulrike Wruck.

Quelle: RP
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