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Mettmann
Evangelisches Krankenhaus: Armbänder für Patienten

Mettmann. Es ist eine digitale Patientenakte eingeführt worden. Das soll die Sicherheit in der Klinik erhöhen. Von Christoph Zacharias

Das Evangelische Krankenhaus Mettmann informiert die Patienten an einem Stand im Foyer für das wichtige Thema "Patientensicherheit". "Wir haben in diesem Bereich schon eine Menge erreicht, werden uns aber noch weiter bemühen, das Risiko, das in jedem Krankenhaus existiert, weiter zu minimieren", sagt Geschäftsführer Bernd Huckels.

Konkret: Seit einem Jahr bekommt jeder Patient im EVK bei seiner Aufnahme ein Patientenarmband. Auf diesem widerstandfähigen Armband befinden sich Name, Fallnummer und ein Barcode. "Verwechslung sind dadurch ausgeschlossen", sagt Chefarzt Dr. Uwe Knaust.

Im Krankenhaus gibt außerdem es die WHO-Checkliste. Sie wurde von der Weltgesundheitsorganisation WHO im Jahr 2008 entwickelt, und soll 19 Punkte vor Einleitung der Narkose, vor dem ersten Schnitt des Operateurs und bevor der Patient den Operationssaal verlässt, überprüfen. So fragt zum Beispiel der Chirurg den Patienten nach seinem Namen und ob er tatsächlich - wie geplant - am linken Knie operiert werden soll. Das OP-Team stellt sich untereinander einzeln vor, um sicherzugehen, beim richtigen Eingriff dabei zu sein. Im Team soll vor dem Eingriff über mögliche Komplikationen während der Operation gesprochen werden. Oder die Checkliste verlangt, dass alle medizinischen Instrumente vor und nach der OP abgezählt vorhanden sein müssen. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass kein Tupfer im Patient verbleibt. Also alles vermeintliche Selbstverständlichkeiten, die aber bei keiner OP vergessen werden dürfen.

Eingeführt wurde ferner die Digitale Patientenakte. Sie beinhaltet die kompletten Daten des Patienten, wie Röntgenbilder, MRT, und Medikamenteneinnahme. "Wir können so blitzschnell die Vorgeschichte des Patienten mit in die Behandlung übernehmen", sagt Knaust.

Wichtig ist auch die Medikamentensicherheit: Der Patient soll in schriftlicher Form wissen, welche Medikamente er einnimmt. Ärzte können so von vornherein neue Verschreibungen an die bisherige Medikation anpassen und z.B. auch gefährliche Doppelverordnungen vermeiden.

Quelle: RP
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