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Mettmann
Exzellentes Goldstern Trio vor ärmlicher Kulisse in Neandertalhalle

Mettmann. Elena Fink, Katharina Stashik und Dorothee Haddenbruch gastierten in Mettmann und zeigten ein tolles und facettenreiches Programm. Von Christian Barra

Mit Elena Fink, Katharina Stashik und Dorothee Haddenbruch gastierten drei renommierte und herausragende Musikerinnen als "Goldstern Trio" in der Mettmanner Neandertalhalle. Im Rahmen eines Matinee-Konzerts präsentierten sie ein ebenso außergewöhnliches wie facettenreiches Programm, das einen musikalischen Spannungsbogen vom Barock über Werke der Romantik bis hin zur Moderne schlug.

Zwischen enttäuschend und erschreckend war am Sonntagmittag allerdings die Kulisse in der Stadthalle. Trotz breitgestreuter Vorankündigungen über Presse, Internet, Plakate und Flyer kamen gerade einmal 30 Zuhörer zum Konzert des "Goldstern Trios", das aus drei Musikerinnen besteht, die seit einigen Jahren auch international große Beachtung finden. Empfand man zu Beginn noch Mitleid, so wandelte sich dies mit jedem Stück mehr und mehr zu respektvollem Applaus.

Dabei versprachen die Drei Gutes: Enorme klangliche Vielfalt und Flexibilität machen Klavier und Saxophon zu zwei starken Instrumentenpersönlichkeiten. Verbindendes Element ist der Sopran. Die menschliche Stimme bewegt sich frei als Mittler zwischen den Instrumenten mit all Ihren facettenreichen Farben. Diese Ausnahme-Besetzung ermöglicht eine schier unglaubliche Vielfalt an Farbenreichtum und Klangwirkung, was sich auch in der Stückauswahl niederschlägt. Interpretiert werden Werke im Spannungsbogen vom Barock, der Romantik bis hin zur Moderne.

Dorothee Hadenbruch am Klavier, Katharina Stashik am Saxophon und die bekannte Sopranistin Elena Fink brachten trotz leerer Reihen ihr ganzes musikalisches Können mit Leidenschaft auf die Bühne.

Das stete Wechselspiel zwischen Instrumenten einerseits und menschlicher Stimme andererseits, immer wieder gespickt mit kurzen Wortbeiträgen, einmal zu zweit und dann wieder als Trio, sorgten für eine musikalisch abwechslungsreiche Matinee, die ein größeres Publikum verdient gehabt hätte.

Man kann für die ohnehin wenigen Veranstaltungen und Konzerte, die für das erste Halbjahr in der Stadthalle angekündigt sind, im Sinne der Künstler in Zukunft nur auf größere Resonanz hoffen. Fest steht, dass man in Mettmann mit der seit Jahren andauernden Diskussion über die Zukunft der Stadthalle und der damit verursachten Unsicherheit für die Veranstalter, möglicherweise dauerhaft dafür gesorgt hat, dass viele kulturinteressierte Mettmanner längst das vielfältige Angebot in umliegenden Städten nutzen.

Quelle: RP
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