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Kreis Mettmann
Fachkräfte im Kreis dringend gesucht

Kreis Mettmann. Unter dem Motto "In Deutschland steckt mehr" versuchten die Agentur für Arbeit, Jobcenter ME-Aktiv und Arbeitgeberverbände in einer Fachkräftewoche ein künftig großes Problem des Arbeitsmarktes zu beleuchten: der stärker werdende Fachkräftemangel. Die Frage, wie Fachkräfte vor Ort gesichert werden können, stand im Vordergrund.

Schwerpunktthema einer Veranstaltung, zu der Jobcenter und Agentur für Arbeit alle Arbeitgeberverbände und -vereine des Kreises eingeladen hatten, war der Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit. Das Jobcenter stellte das vom ESF geförderte Projekt zur Bekämpfung von Langzeitarbeitslosigkeit vor. "Wir wünschen uns, dass Sie uns als Multiplikatoren unterstützen und die Arbeitgeber für das Programm begeistern", sagt Martina Würker, Geschäftsführerin des Jobcenters Me-aktiv. Arbeitgeber erielten über dieses Projekt attraktive Förderleistungen und die neuen Arbeitnehmer werden arbeitsplatzbezogen gecoacht. So bekämen Langzeitarbeitslose eine Chance, wieder am Arbeitsleben teilzuhaben.

Auch für die so genannte "Stille Reserve" wurden die Arbeitgebervertreter sensibilisiert. Barbara Engelmann, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Agentur für Arbeit, sowie Wiedereinstiegsberaterin Anja Kellermann berichteten von ihren Erfahrungen, wie viel Potenzial in dieser Personengruppe steckt. Viele Wiedereinsteiger kämen aus der Familien- oder Pflegezeit oder hätten einige Zeit im Ausland verbracht. 80 Prozent hätten zudem eine abgeschlossene Ausbildung oder gar ein Hochschulstudium. "Natürlich verlangen diese Kundinnen und Kunden vielleicht mehr Flexibilität vom Arbeitgeber als andere. Jedoch lohnt es sich zu investieren, da es sich um ausgebildete Fachkräfte handelt, die sehr motiviert sind und eine hohe Einsatzbereitschaft zeigen", sagte Kellermann. Das Thema Flüchtlinge bewegte die Experten. Deutlich wurde, dass die überwiegend jungen Menschen, die nach Deutschland kommen, nach einer Sprachförderung und Qualifizierung die Fachkräfte von morgen sein können. Sie seien eine große Chance für die Region.

Quelle: RP
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