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Wülfrath
Farbwahl für LED-Leuchten

Düsseldorf. RWE installiert am Zwingenberger Weg und Zur Krakau energiesparende Lampen. Die Flandersbacher dürfen abstimmen: Es gibt Musterleuchten mit Kaltweiß, Tageslichtweiß oder Warmweiß. Von Jochen Delphendahl

Flandersbach geht ein neues Licht auf: 39 LED-Leuchten werden im Juni dieses Jahren von RWE Rheinland Westfalen Netz am Zwingenberger Weg und Zur Krakau installiert. Dies ist der zweite Standort in Wülfrath, an dem das Energieunternehmen die Beleuchtung mit LED-Technik ausrüstet. Bereits im letzten Sommer erhielt der Metzgeshauser Weg 25 Leuchten mit der neuen Lichttechnik, die bei hoher Lichtausbeute einen geringeren Energieverbrauch haben. Besonders effizient sind LED-Leuchten, wenn eine kaltweiße Lichtfarbe genutzt wird. Weitere Farb-Alternativen sind jedoch möglich.

Um den LED-Einsatz vorzubereiten, werden in den nächsten Tagen drei Musterleuchten in unterschiedlichen Lichtfarben aufgestellt: Kaltweiß, Tageslichtweiß und Warmweiß. Auf diese Weise möchten RWE Rheinland Westfalen Netz und die Stadt Wülfrath die Bürger und Anwohner in die Entscheidung für einen Farbton mit einbeziehen. Tiefbauamtsleiter Hans-Peter Pfeiffer erläutert: "Wir wollen dem Bürger die Möglichkeit geben, die endgültige Lichtfarbe mit auszuwählen. Über den Bürgerverein werden wir die entsprechende Fragebögen an die Haushalte verteilen."

Entscheidung Ende April

Ende April wird dann die Entscheidung über die Lichtfarbe getroffen. "Es ist für uns Beleuchtungstechniker sehr wichtig, die Lichtfarbe bei der Projektierung der Anlage zu berücksichtigen. Anlagen mit warmweißer Lichtfarbe müssen mit rund 25 Prozent höherer Leistung gebaut werden, um das gleiche Beleuchtungsniveau zu erreichen", erklärt Thomas Stöcker, RWE-Regionalzentrum Neuss.

Die Zahlen lesen sich für die Stadtkasse vielversprechend: Verbrauchen die alten Leuchten mit einem Gesamtanschlusswert von 6 246 Kilowatt rund 26  000 Kilowattstunden im Jahr, begnügen sich die neuen Leuchten mit nur noch 1 191 Kilowatt. Verglichen mit den technischen Daten der vorhandenen Leuchten kann der Stromverbrauch der LED-Leuchten zukünftig um rund 21 000 Kilowattstunden reduziert werden. Dies ist auch gut für die Umwelt, denn der Kohlendioxid-Ausstoß wird um 14 Tonnen jährlich vermindert.

Bürgermeisterin lobt RWE

Bürgermeisterin Dr. Claudia Panke lobt die Kostenübernahme der Aktion durch RWE . "Wir profitieren zweifach: unsere Energiekosten gehen zurück und der Kohlendioxid-Ausstoß in der Kommune sinkt." Dank vielfältiger Maßnahmen von RWE wurde seit dem Abschluss des Straßenbeleuchtungsvertrages 1999 der mittlere Anschlusswert der Straßenbeleuchtungsanlagen in Wülfrath von durchschnittlich 161 Watt je Leuchtmittel auf heute 106 Watt gesenkt.

Quelle: RP
 
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