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Mettmann
Feiertage für Christen in Metzkausen

Mettmann: Feiertage für Christen in Metzkausen
Zuviel Regen: Der Gottesdienst in Metzkausen mit den Pfarrern Klaus Schilling (im Bild) und Herbert UIlmann wurde in der Kirche am Hügel gefeiert. FOTO: d. Janicki
Mettmann. Der ökumenische Gottesdienst wurde wegen Regens in die Kirche verlegt. Heilige Familie traf sich zum Gemeindefest. Dorfkirchentagscharakter war am Wochenende im beschaulichen Mettmanner Stadtteil Metzkausen zu spüren. Von Klaus Müller

Am Samstagnachmittag fand erstmals ein auf Anregung des Bürgervereins Metzkausen durchgeführter ökumenischer Gottesdienst mit anschließender Begegnungsfeier statt, während gestern das traditionelle Gemeindefest "Heilige Familie" zwischen Kindergarten und katholischer Kirche gefeiert wurde.

"Wir sind im Vorstand des Bürgervereins Metzkausen regelmäßig auf der Suche nach interessanten Angeboten für unsere Mitglieder. Dabei haben wir uns gedacht, dass ein ökumenischer Gottesdienst am Denkmal Wilhelmshöhe gut bei den Mitgliedern ankommen könnte. Leider hat und das Wetter einen Streich gespielt, so dass wir den Gottesdienst in die evangelische Kirche am Hügel verlegen mussten", erklärte Alfons Rogowski, 2. Vorsitzender des Bürgervereins Metzkausen. Er verriet, dass der Gottesdienst eigentlich hätte schon im vorigen Jahr stattfinden sollen, es aber aus krankheitsbedingten und terminlichen Gründen damals nicht geklappt hat. "Wir werden im Vorstand beraten, ob dieser ökumenische Gottesdienst in Zukunft eine ständige Einrichtung werden soll, oder ob es bei dieser einmaligen Veranstaltung bleiben wird."

Der ökumenische Gottesdienst, der von den Pfarrer Klaus Schilling von der evangelischen Kirchengemeinde sowie Monsignore Herbert Ullmann von der katholischen Pfarrei St. Lambertus gestaltet wurde, stand unter dem Motto "Wie ein Baum". Pfarrer Schilling machte deutlich, dass dieses Motto im vom Grün umgebenen Metzkausen sicherlich passend sei. Dieser Stadtteil hebe sich was die Natur angehe, positiv von der belebten Innenstadt Mettmanns ab. Pfarrer Ullmann betonte, dass er gern "auf den Berg" nach Metzkausen komme. "Die Mitglieder des Bürgervereins können sich glücklich schätzen, in diesem landschaftlich schönen Ortsteil wohnen zu dürfen." Er genieße es, von der Anhöhe des Denkmals Wilhelmshöhe über die Felder hinweg nach Mettmann herunter blicken zu können. Er zog einen Vergleich zwischen den beiden Metzkausener Kirchen. Sowohl die evangelische Kirche am Hügel als auch die katholische Kirche Heilige Familie hätten von der Architektur her ein Dach, das einem Zeltdach gleiche. Wie ein Baum biete ein Zeltdach Schutz. Pfarrer Schilling hofft, dass im nächsten Jahr erneut ein ökumenischer Gottesdienst stattfinden kann. "Dann wirklich als Freiluftgottesdienst und nicht in Konkurrenz zum Gemeindefest der katholischen Kirche und anderen Veranstaltungen, wie es an diesem Wochenende leider der Fall ist." Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst vom Posaunenchor der evangelischen Kirchengemeinde unter der Leitung von Stephan Lux.

Mit einer vom Projektchor umrahmten feierlichen Messe begann am Sonntag das Fest der Gemeinde Heilige Familie. Monsignore Herbert Ullmann ging in seiner Predigt auf die Bedeutung des Dreifaltigkeitssonntags ein und sprach auch von der Vernetzung zwischen Kirchenvorstand, Pfarrgemeinderat und anderer Gremien mit der Gemeinde. Nach der Messe fand rund um das Kirchengelände das Gemeindefest mit guter Beteiligung statt. Es waren wie in den Vorjahren viele Stände aufgebaut, bei denen sowohl für die ältere als auch die jüngere Generation etwas dabei war. Im Gemeindesaal war wieder der von Peter Ehrhardt organisierte Trödelmarkt aufgebaut. Zugleich diente die "Unterkirche" wieder als Cafeteria, bei der bei Kaffee und Kuchen die Gemeindemitglieder miteinander gemütlich "klönten". Die Erwachsen nutzten die Gelegenheit, am Bier- und Sektstand sich zu unterhalten oder am Grillstand eine Wurst zu essen.

Die Metzkausener Katholiken sind froh, dass trotz der vor einigen Jahren erfolgten Fusion der verschiedenen Mettmanner Gemeinden zur Pfarrei St. Lambertus, in den einzelnen Kirchen vor Ort weiterhin ein eigenständiges Gemeindefest gefeiert wird. Gerade für die Gemeinde Heilige Familie hat das damalige Pfarr- und heutige Gemeindefest immer einen hohen Stellenwert und bildet einen Höhepunkt im Jahreskalender. "Es sind rund 50 Helfer nötig, um das Fest durchzuführen. Ich freue mich, dass wieder so viele Besucher hier sind ", erklärte Josef Bauer, stellvertretender Kirchenvorstandsvorsitzender.

Quelle: RP
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