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Mettmann
Festauftakt: Messe und Matinee

Düsseldorf. St. Sebastianus Schützenbruderschaft Mettmann feiert 575-jähriges Bestehen: Zahlreiche Gäste gratulieren im Kaplan-Flintrop-Haus. Von Christine Zacharias

Da staunten die Kommunionkinder in den vorderen Bänken von St. Lambertus, die sich derzeit auf ihr großes Fest vorbereiten, gestern nicht schlecht: Fahnenträger zogen in der Familienmesse zum Altar, gefolgt von zahlreichen Männern in prächtigen Uniformen. "Das sind unsere Schützen", erklärte Kreisdechant Markus Bosbach. Und erläuterte auch gleich den Grund ihrer Anwesenheit: "Die feiern in diesem Jahr ihr 575-jähriges Bestehen, sind also älter als jeder andere Verein in unserer Stadt."

Zum Auftakt des Jubiläumsjahres hatte die Mettmanner St. Sebastianus Schützenbruderschaft zur Heiligen Messe nach St. Lambertus und anschließend zur Fest-Matinee ins Kaplan-Flintrop-Haus geladen. Und zahlreiche Kreisstädter, darunter Vertreter der Politik, von Vereinen und Verbänden, waren der Einladung gefolgt. Auch Abordnungen der Erkrather, Hubbelrather und Hochdahler Schützen waren gekommen, um ihre Verbundenheit mit den Kameraden zu demonstrieren. Und sich vielleicht ein wenig in Sachen Jubiläum auszutauschen, haben die Erkrather doch gerade ihre Feiern zum 525-jährigen Bestehen hinter sich.

Der Festredner, Bezirkspräses Dr. Wolfgang Reuter, fand sich im Flintrop-Haus in altvertrauter Umgebung wieder: "Das ehemalige Jugendheim nebenan war neben der Schule früher quasi mein zweiter Aufenthaltsort", berichtete er. Den Mettmanner Schützen ist der gebürtige Kreisstädter ohnehin verbunden: Sein Vater war 1963 hier Schützenkönig. Aus dieser Verbundenheit heraus schrieb Reuter den Sebastianern allerdings auch etwas ins Stammbuch: "Ich wünsche mir, dass diese Bruderschaft, die doch so tief in der Geschichte dieser Stadt verwurzelt ist, ihre Verantwortung für die Heimat wieder neu entdeckt und pflegt." Denn auch in Zeiten großer Umbrüche bräuchten sich die Sebastianer nicht zu verstecken. Schließlich heiße ihr Motto "Für Glaube, Sitte und Heimat", so Reuter. Und das bedeute, "auch in multikultureller Zeit" einerseits den christlichen Glauben zu praktizieren. Und andererseits für eine "Kultur der Achtsamkeit" einzustehen. Reuter: "Denn die fehlt derzeit auf allen Ebenen. Sei es in der Wirtschaft oder sogar auch in der Kirche, wo derzeit widerliche Vorfälle für Schlagzeilen sorgen."

Die Gratulationsreihe wurde fortgesetzt von etlichen weiteren Rednern, darunter Bezirksbundesmeister Siegfried Laurich und Peter Justenhoven von der Interessengemeinschaft Düsseldorfer Schützen.

Präses Markus Bosbach hatte bereits im Gottesdienst den Mettmanner Sebastianern etwas mit auf den Weg ins Fest-Jahr gegeben: "Die Uniform tragen Sie ja nur zu besonderen Anlässen. Aber die Lebenshaltung, für die diese steht, sollten Sie stets im Leben vertreten."

Quelle: RP
 
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