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Mettmann
Festliches Adventskonzert mit Pauken und Trompeten

Mettmann. Großartige Darbietung in der Kirche Freiheitstraße Von Christoph Zacharias

Mit Superlativen sollte man vorsichtig sein. Doch was Chor, Orchester und Solisten am Samstagabend in der Kirche Freiheitstraße boten, war außergewöhnlich, besser hervorragend. Seit 35 Jahren gibt es am Vorabend des 1. Advents ein musikalisches Programm. Roselis Evang, bekannt für ihren Anspruch, hatte sich in diesem Jahr ein festliches Chor- und Orchesterkonzert gewünscht. Passte - denn sie hatte just am Samstag Geburtstag. Gut, die Wahl fiel auf keinen Geringeren als Johann Sebastian Bach. Damit war der Weg vorgezeichnet. Ein schwieriger und ein anspruchsvoller Weg. Denn Bach ist nicht einfach. Monatelang hatten sich Kantorei und Vokalensemble auf den Abend vorbereitet - und die Mühen haben sich gelohnt.

Mit Konzentration, Singfreude und Akkuratesse meisterten die Sänger die Adventskantate "Schwingt freudig euch empor", die doppelchörige Motette "Singet dem Herrn ein neues Lied" und das "Magnificat D-Dur". Besonders überzeugte der Chor bei den Chorälen aus "Schwingt freudig euch empor". Das stimmliche Gewicht des Chores zeigte sich ebenfalls bei der Motette "Singet dem Herren ein neues Lied". Herausforderung gemeistert.

Das Bergische Barockorchester zeigte in der Kirche Freiheitstraße, was es kann. Mit Akribie und Hingabe - Stephan Lux an der Orgel miteinbezogen - ließ es die Musik des Barocks erklingen. Und zwar mit Pauken und Trompeten. Hervorzuheben ist Rosa Canellas (Violoncello) die ihr Instrument nicht nur spielte, sondern mit ihm eine musikalische Verbindung einging. Und die Solisten: Wolfram Wittekind (Tenor) steigerte sich, Cornelia Orendi (Mezzosopran) überzeugte besonders beim Exsultavit aus dem Magnificat, Thomas Busch (Bass) gefiel ebenfalls und von Andrea Keden (Alt) hätte man gerne mehr gehört. Ja, und dann war da Constanze Backes (Sopran).

Um es flapsig auszudrücken: Sie singt jeden an die Wand. Die Mettmannerin intonierte "ihren" Bach meisterhaft. Man merkte ihr an, dass sie die Musik fühlt. Ein großes Dankeschön an Roselies Evang (Leitung). Bravorufe und langanhaltender Beifall.

Quelle: RP
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