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Mettmann
Flüchtlinge und Helfer im Gespräch

Mettmann. Über 80 Flüchtlinge und Ehrenamtler folgten der Einladung der Arbeiterwohlfahrt, dem Verein "Mettmann gegen Rechts" und der Flüchtlingshilfe zum Begegnungsfest in den Awo-Räumen an der Gottfried-Wetzel-Straße. "Wir wollen allen Teilnehmern die Möglichkeit eröffnen, miteinander ins Gespräch zu kommen", sagte Hans Dunker, Vorsitzender des Awo-Ortsvereins. Und davon machten die Teilnehmer reichlich Gebrauch: Es wurde mit den Ehrenamtlern gesprochen, Flüchtlinge aus den unterschiedlichen Unterkünften tauschten sich aus. André Bär, Vorsitzender des Vereins "Mettmann gegen Rechts", hatte zuvor mit den Flüchtlingen Getränke und Snacks eingekauft.

Im Augenblick warten viele Flüchtlinge in Mettmann auf ihre Anerkennung. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge versucht, die Vielzahl der Anträge abzuarbeiten und über die Asylanträge zu entscheiden. Vielen Flüchtlingen dauert dieses Verfahren zu lange. Die anerkannten Schutzsuchenden dürfen die Unterkünfte verlassen, eine Wohnung mieten und arbeiten. In Mettmann sind viele auf der Suche nach einer preiswerten Wohnung und nach einer Arbeitsstelle. Örtliche Handwerksbetriebe helfen und bieten einen Job.

Gleichzeitig haben zahlreiche Deutschkurse bei der Volkshochschule und bei der Euroschule begonnen. Sie sind Voraussetzung dafür, dass die vorwiegend jungen Flüchtlinge die deutsche Sprache erlernen und integriert werden können. Einige Flüchtlinge werden das Weihnachtsfest in deutschen Familien feiern und zuvor die Gottesdienste in Mettmann besuchen.

Der CVJM spendete unlängst 1000 Euro für die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge in Mettmann. Jedes Kind hatte somit einen Betrag von 60 Euro zur Verfügung und konnte sich dafür Schuhe kaufen.

(cz)
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