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Kreis Mettmann
Flüchtlingskinder schneller integrieren

Kreis Mettmann. Das Kommunale Integrationszentrum Mettmann des Kreises plant mehrere Modelle. Von Jessica Balleer

Welche Schwerpunkte das "Kommunale Integrationszentrum Mettmann" (KI ME) in den vergangenen drei Jahren mit seiner Arbeit gesetzt hat, hatten die Verantwortlichen maßgeblich auf Grundlage einer Befragung aller kreisangehörigen Städte beschlossen. Das Ergebnis war eindeutig: Im Bildungsbereich war den Kommunen der Ausbau der sprachlichen Bildung im frühkindlichen Bereich besonders wichtig. Auch der Aufbau einer Seniorenarbeit war erwünscht - und sollte in den folgenden Jahren umgesetzt werden. Dass das funktioniert hat, zeigt der Bericht des KI Me: Zum Thema "Älter werden" beraten mittlerweile drei Expertinnen in vier Sprachen. Mit den sechs Projektgruppen "Griffbereit" entstand ein Programm, das kindliche Entwicklung fördert. 17 "Rucksack Kitas" gibt es im Kreis und dienen seither der Sprachbildung von Migranten. Elternbegleiter konnten ausgebildet werden und die Kompetenz der Mütter und Väter fördern.

Rund 150 Kinder und 145 Eltern hat das KI Mettmann erreicht. Und die Integration soll und muss weitergehen. Für die kommenden beiden Jahre nun hat sich der Fokus des Integrationszentrums Mettmann leicht verändert. Weil die derzeitige Flüchtlingssituation über das Kommunale hinaus reicht, hat man sich beim Setzen neuer Ziele der Route des Landes NRW angeschlossen. Angelehnt an das Integrationskonzept, das durch den Kreistag einstimmig für den Kreis Mettmann beschlossen wurde, hat das Integrationszentrum zwei Modellprojekte auf den Weg gebracht. "Sprachschätze" heißt das für den Bildungsbereich. Es soll Kinder mit Fluchterfahrung und Zuwanderungsgeschichte den Weg in das Schulsystem erleichtern. Etwa 25 Prozent der Schülerschaft im Kreis Mettmann sei davon immerhin betroffen. Vier Schulen werden dazu zwei Jahre lang begleitet: Die Hermann-Gmeiner-Schule Monheim, die GGS Am Neandertal in Mettmann, die Ratinger Erich-Kästner-Schule und die GGS Nordstadt in Velbert.

Neben der Bildung ist das Projekt "Jugendbotschafter" der zweite Schwerpunkt. Hier gab vor allem eine Statistik den Anstoß: Der Anteil ausländischer Jugendlicher ohne Schulabschluss ist laut "KI Mettmann" doppelt so hoch, wie der von Jugendlichen ohne Zuwanderungsgeschichte. Konkret heißt das, dass Unternehmen direkt kontaktiert werden sollen.

Quelle: RP
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