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Mettmann
Frisches Brot und Kunst in der Goldberger Mühle

Mettmann. Seit 1993 organisiert die Deutsche Stiftung Denkmalschutz den "Tag des offenen Denkmals". In ganz Deutschland öffneten rund 8000 Denkmäler, Parks und archäologische Stätten am Sonntag ihre Pforten, um zu zeigen, wie viel Engagement nötig ist, um historische Bauwerke vor dem Verfall zu bewahren. In Mettmann nimmt regelmäßig die Goldberger Mühle an diesem Tag des offenen Denkmals teil. Es ist einer von zwei Terminen im Jahr, an denen die Mühle für die Öffentlichkeit zugänglich ist. In der übrigen Zeit kann sie für Hochzeiten und ähnliche Privatveranstaltungen gemietet werden. Der Sonntag an der Goldberger Mühle war gleichsam ein Spiegelbild des letzten Öffnungstages am 1. Mai. Wieder war es vor allem ein kulinarisches Fest, das sich die zahlreichen Besucher auf der Zunge zergehen ließen. Im Erdgeschoss gab es Kaffee, Waffeln und eine reiche Auswahl an Kuchen, die von den Mitgliedern des Mühlenvereins gestiftet worden waren. In der Backstube im Untergeschoss hatte Bäcker Carsten Hoberg in der Nacht zuvor nicht weniger als 250 Mühlenbrote gebacken, die zugunsten des Mühlenvereins verkauft oder direkt mit hausgemachtem Schmalz bestrichen verzehrt wurden. Auf der Terrasse saßen die Besucher bei strahlendem Sonnenschein und Alt vom Fass, dazu eine Bratwurst. "Wir haben heute schönes Wetter, das ist schon mal wichtig", kommentierte Mühlenvereins-Vorsitzender Hans Günther Kampen.

Neu war im Vergleich zum 1. Mai, dass sich diesmal die "Initiative Goldberg" angeschlossen hatte. Im Zuge dieser Kooperation konnte in den Räumen der Mühle eine Fotoausstellung gezeigt werden. Grafiker Ingo Grenzstein und Werbefotograf Frithjof Nentwig teilen sich die Ausstellungsfläche mit Motiven aus und rund um Mettmann. Nentwig, der das Fotostudio an der Florastraße von Wolf Holtgreve übernommen hat, verkaufte außerdem Postkarten, gerahmte Fotos und Mettmann-Becher zugunsten des Erhalts der Goldberger Mühle.

(tpp)
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