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Kreis Mettmann
Frühling - Gärtnern und Pflanzen startet

Kreis Mettmann: Frühling - Gärtnern und Pflanzen startet
Die Primeln sind eine der begehrtesten Blumen für den heimischen Garten und Balkon. Bei Schley in Mettmann und Ratingen sind sie ein Renner, der immer wieder gerne eingepflanzt wird. FOTO: Achim Blazy
Kreis Mettmann. Hobbygärtner stehen in den Startlöchern, Balkonkästen und Gärten zu gestalten. Vier Pflanzenexperten geben Tipps. Von Valeska von Dolega

Hobbygärtner möchten sich den Frühling auf den heimischen Balkon oder in den Garten holen. Doch nachts herrschen mitunter noch Bibbertemperaturen. Die alte Bauernregel besagt, nicht vor den Eisheiligen loszulegen. Welche Frühblüher kann man jetzt trotzdem schon pflanzen?

"Kälteunempfindliche Frühblüher wie Stiefmütterchen und Hornpfeilchen kann man jetzt schon setzen", sagt Anja Hamburger, Gärtnermeisterin bei Schleys Blumenparadies in Mettmann und Ratingen). "Selbst bei Frost haben die kein Problem. Sie legen sich hin, stehen wieder auf. Auch die abgehärtete Geranie ist erprobt. Die schafft auch Minustemperaturen." Anders sehe es bei Zwiebelpflanzen mit Blättern aus. Je weiter eine Pflanze ausgetrieben ist, desto schwieriger ist es, sie vor Kälte zu schützen.

"Das Wetter momentan ist heikel", bestätigt auch Andrea Neumann von Laukart in Hilden. Schlau sei es, noch gute zehn Tage mit den blühenden Frühlingsboten zu warten und dann den so genannten Sommerflor zu nutzen. Fuchsie, Petunie, Fleißiges Lieschen sind "altbewährte Pflanzen, die jeder kennt und die pflegeleicht sind". Wer Anfänger ist, sollte sich nicht gleich an komplizierten Gewächsen wie Dahlien versuchen, raten die Pflanzenkundler von Wächter Pflanzencenter aus Erkrath. Sie darf nämlich nicht im Schatten stehen, mag aber auch keine pralle Sonne und ist heikel bei der Wasseraufnahme. Und es gibt wie in der Modewelt jährlich Neuigkeiten. "Zauberglöckchen haben niedliche kleine Blüten in allen Farben", sagt Anja Hamburger. Kap-Margarite und Husaren-Knöpfchen sind weitere Schönheiten, findet Andrea Neumann. Außerdem gibt es Altbewährtes. "Geranien gehen immer", rät Anja Hamburger zu einem Exemplar, das bereits unsere Großmütter geschätzt haben.

"Mag sein, dass sie als Oma-Pflanze gilt", sagt Jacqueline van Paridon-Starcke von der gleichnamigen Gärtnerei in Langenfeld. Dafür geht es dann aber auch ohne Grünen Daumen. Wobei der von Fachleuten ein wenig belächelt wird. "Jede Pflanze braucht eine gewisse Zuneigung", und Grundkenntnisse. Bevor also wild drauflos gepflanzt wird, sollte man sich über die korrekte Handhabung informieren. Das kleine Einmaleins der Pflanzenkunde wird von Gärtnermeistern in den Blumencentern vermittelt. Pflanzen mögen generell keine Staunässe, vor allem kurz nach dem Einpflanzen sollte man sie nicht zu stark gießen. "Manche brauchen viel Licht, andere wenig. Auch auf das Gefäß kommt es an, dekorativ zu sein und zum Design der Gartenliege zu passen, reicht nicht. Balkonkästen dürfen nicht zu kurz und zu klein sein, dann haben sie zu wenig Speicherplatz fürs Wurzelwerk", wissen die vier Pflanzenkennerinnen. Wer sich blühende Landschaften nach Hause holen möchte, aber gar nicht weiß, wie es geht, lässt pflanzen. Nach Farbwunsch und Standort stellen sie Blumenkübel zusammen und Pflegeanleitungen gibt es gleich dazu. "Das Spektrum ist groß, die Auswahl auch. Die Saison hat gerade erst begonnen", sagt Anja Hamburger.

Quelle: RP
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