| 00.00 Uhr

Mettmann
Gedenken an Kommunion im Bunker

Mettmann: Gedenken an Kommunion im Bunker
Am Weißen Sonntag trafen sich 45 katholische Christen, die vor 50, 60, 70 oder 80 Jahren zur Kommunion gegangen waren. FOTO: Dietrich Janicki
Mettmann. Am Weißen Sonntag feierten 45 katholische Christen, die vor 50, 60, 70 oder 80 Jahren zur Erstkommunion gingen, das Fest der Jubelkommunion.

Bei einem Hochamt in der Pfarrkirche St. Lambertus, das vom Kirchenchor unter der Leitung Matthias Röttger, dem Komponisten und Pianisten Thomas Gabriel sowie der Solistin Ulrike Kemper begleitet wurde, gedachten die Teilnehmer ihrer Ersten Heiligen Kommunion. Der Empfang des Sakraments der Erstkommunion gehört für einen Katholiken zu den besonderen Ereignissen. Pfarrer Monsignore Herbert Ullmann wies darauf hin, dass diejenigen, die an der Jubelkommunion teilnehmen, über viele Jahre hinweg Gott die Treue gehalten hätten.

Für die Jubilare sei es, wie es auch das österliche Eingangslied betonte, ein besonderer Tag. Dass der Sonntag nach Ostern ein wichtiger Sonntag sei, werde auch dadurch deutlich, dass Papst Franziskus bekannt gegeben habe, das ein Heiliges Jahr ausgerufen werde. Vor 75 Jahren ist Willi Lanzmich zur Erstkommunion gegangen, seine Frau Mathilde Lanzmich vor 70 Jahren, so dass beide Jubelkommunion feiern konnten. "Ich weiß noch, dass ich furchtbar aufgeregt war. Die Erstkommunion war für uns Kinder etwas Besonderes. Damals war Dechant Jörissen Pfarrer und Johannes Flintrop Kaplan an St. Lambertus", berichtet Willi Lanzmich. Am 1. April 1945 ging Ulla Bergenroth in Mettmann zur Erstkommunion.

"Es war kurz vor Kriegsende und in Mettmann herrschten Kriegswirren. Wegen der Bombenangriffe konnten wir nicht in der Kirche zur Erstkommunion gehen, sondern erhielten von Dechant Jörissen in einem Bunker an der Lutterbeckerstraße befand, in der Osternacht die erst heilige Kommunion." Von Kreisdechant Msrg Karl Weiß erhielt Jochen Brakonier vor 50 Jahren in St.Lambertus die Kommunion.

"Wir waren rund 50 Kinder aus einer Klasse der katholischen Volkschule Neanderstraße. Kommunion-Unterricht hatten wir im Jugendheim an der Lutterbeckerstraße." Die Jubilare mit Familienangehörigen trafen sich nach dem Hochamt im Kaplan-Flintrop-Haus zum Essen.

(K.M.)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Mettmann: Gedenken an Kommunion im Bunker


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.