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Kreis Mettmann
Gegen den Trend: Mehr Komasäufer im Kreis Mettmann

Kreis Mettmann. Die Zahl alkoholbedingter Klinikaufenthalte von Kindern und Jugendlichen ist im Kreis Mettmann entgegen dem bundesweiten Trend gestiegen. Das Rauschtrinken bei Schülern bleibt somit weiter ein Problem.

Nach aktuellen Informationen der Krankenkasse DAK landeten im Jahr 2015 116 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus.

Nach bislang unveröffentlichten Zahlen des Statistischen Landesamtes in Nordrhein-Westfalen (it.nrw) stieg die Zahl der Betroffenen im Vergleich zu 2014 um 2,7 Prozent.

"Viele Jugendliche überschätzen sich und glauben, Alkohol gehört zum Feiern und Spaß haben dazu", sagt Detlef Diermann, von der DAK in Ratingen. "Eine regionale Alkoholprävention ohne erhobenen Zeigefinger bleibt für uns unverzichtbar, damit sich die gute Entwicklung auf Bundesebene auch auf unsere Region überträgt und die Zahl der Klinikbehandlungen sinkt." Besonderen Anlass zur Sorge bereitet Experten der Alkoholmissbrauch bei den jüngeren Mädchen und Jungen. In der Altersgruppe der Zehn- bis 15-Jährigen mussten in der Region elf Kinder in einer Klinik behandelt werden.

Zur Aufklärung setzt die Krankenkasse auch 2017 die erfolgreiche Kampagne "bunt statt blau - Kunst gegen Komasaufen" im Kreis Mettmann fort. Beim bundesweiten Wettbewerb werden Schüler zwischen zwölf und 17 Jahren aufgerufen, mit Plakaten kreative Botschaften gegen das Rauschtrinken zu entwickeln.

Auch die Schulen in der Region wurden angeschrieben und zur Teilnahme eingeladen. An der mehrfach ausgezeichneten Präventionskampagne gegen Alkoholmissbrauch nahmen seit dem Jahr 2010 mehr als 80.000 junge "Künstler" teil.

Weitere ausführliche Informationen über die Aktion gibt es im Internet unter www.dak.de/buntstattblau . Landesschirmherrin von "bunt statt blau" ist NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens.

Quelle: RP
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