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Mettmann
Gemalte Träume in Acryl auf Leinwand

Mettmann. Maria Stalder zeigt unter dem Titel "Farbige Impression" aktuelle Arbeiten in der Kreissparkasse. Es ist ihre 23. Schau. Von Valeska von Dolega

"Die Malerei ist für mich mehr als ein Hobby", umschreibt Maria Stalder ihre Passion. Der Erfolg gibt ihr Recht: Seit einer Wettbewerbsteilnahme hängt eines ihrer Bilder sogar im Christian-Morgenstern-Museum in Werder an der Havel. Bis in die Nähe Berlins müssen Bilderfreunde aber nicht reisen. Jetzt eröffnete Maria Stalder die Ausstellung "Farbige Impressionen" in der Kreissparkasse Metzkausen.

Bereits zum dritten Mal sind ihre Arbeiten dort zu sehen, "insgesamt ist es die 23. Ausstellung", erklärt sie nicht ohne Stolz. "Abstraktes über Träume und naturalistische Eindrücke" sind ausgestellt. Bevorzugt in Acryl, "mit Öl kann ich aus gesundheitlichen Gründen schlecht arbeiten". Zu sehen sind beispielsweise Sonnenuntergänge, Florales oder Wasser. "Das sind Motive, die ich bei Spaziergängen entlang des Neandertals entdecke." Oder auf Ferienreisen, die sie bevorzugt an die Nordsee führen. Auf diesen Touren ist eine handliche Kamera ein wichtiger Begleiter.

Denn sieht die gebürtige Dortmunderin etwas Beeindruckendes, Schönes oder Besonderes, hält sie es mit dem Fotoapparat fest. "Diese Eindrücke versuche ich dann, zu Hause umzusetzen." Je nach Stimmungs- und Wetterlage arbeitet sie draußen oder im Wintergarten, "immer so, wie es mir gefällt". Übrigens verfasst sie auch Lyrisches. Aber vor allem haben es der inzwischen pensionierten Lehrerin Farbe und Pinsel angetan.

"Gemalt habe ich schon als kleines Mädchen", erinnert sie sich an begeisterte Anfänge. Durch Beruf und Familie geriet die Malerei dann aber in den Hintergrund. In den 90er Jahren nahm sie die losen Fäden wieder auf, bildete sich in Kursen und Seminaren fort. "Ich habe das richtig professionell ausgebaut", beschreibt sie ihr handwerkliches Rüstzeug. Inzwischen ist die mehrfache Mutter und Großmutter auch Mitglied in verschiedenen Vereinigungen wie dem Kunsthaus Mettmann sowie dem Kunst-Kolleg-International Wülfrath. Gruppen- und Einzelausstellungen machen ihre Arbeit der Öffentlichkeit zugänglich.

Ein Leben ohne Farbigkeit sei für sie undenkbar, "Farben beleben, berühren und bewegen die Sinne und fördern die Kreativität." Faszinierend bleibt für sie die "intensive Auseinandersetzung mit dem Bildmotiv, seinem Gestaltungsspielraum und dem sich entwickelnden Dialog von Farbe und Leinwand in der abstrakten, naturalistisch geprägten oder experimentellen wie informellen Malerei".

Welch lebendiger und stetiger Prozess das arbeits- und zeitintensive Hobby ist, lässt sich in neuen Kapiteln fortsetzen. Im Moment beschäftigt sich Maria Stalder mit einem Triptychon.

Angeregt von Mozarts Kompositionen setzt sie Noten und Instrumente bildnerisch um. So entstehen spezielle Eindrücke von Geige, Harfe und Flügel, jedes Bild ist für sich oder als Dreierkomposition zu betrachten.

Noch sind die Werke daheim bei Maria Stalder zu sehen, aber vielleicht schon bald als Teil einer weiteren Ausstellung.

Quelle: RP
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