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Weihnachten
Geschenke gibt's auch im Museum

Weihnachten: Geschenke gibt's auch im Museum
Judith Konnes vom Museumsshop im Neanderthal Museum mit Plakat-Tasche und Mammut "Tinka". FOTO: Janicki, Dietrich (jd-)
Mettmann/ Ratingen. Wer nicht aufmerksam ein Jahr lang die mehr oder weniger klaren Wünsche vernommen und sie bis zum Kauf vor Weihnachten bewahrt hat, der ist jetzt auf ein Geschenk in letzter Minute angewiesen - und kann in den Museen der Region fündig werden.

Im Museum Ratingen (Peter-Brüning-Platz 1, Eingang Grabenstraße) gibt es witzige und ausgefallene Präsente, und im Shop des Industriemuseums Cromford schaut man sich auch nicht vergeblich um. Dort ist immer noch das eher gediegen winterlich-weihnachtliche Angebot in den Auslagen: Weihnachtsbaumschmuck aus Keramik, Papier und Holz, Porzellanteller, Schlüsselchen und Dosen, meist in Weiß und Rot, kann man zu wohlfeilen Preisen erwerben. Servietten in Mengen, Serviettenringe auch, Elche, Eulen, Sterne aus Porzellan und vor allem Füchse. Für die anderen Fans des Museums gibt es reichlich Literatur zu den Ausstellungen des Hauses.

Machen dem rotweißen Brause-Weihnachtsmann Konkurrenz: Füchse aus Keramik (Museum Cromford). FOTO: Blazy, Achim (abz)

Im Museum Ratingen geht es etwas poppiger zu. Zu den höherpreisigen Angeboten gehören die Tassen und Schalen, die die Ratinger Porzellan-Designerin Petra Hilpert exklusiv für das Museum gefertigt hat, und zwar nach Motiven von Johann Peter Melchior. Kleinere Mitbringsel sind Hasen in kleinen Plexikugeln inmitten grüner Büroklammern, desgleichen Schwäne, in blauen Büroklammern schwimmend, auch Teelichthüllen, Lesezeichen, Taschenspiegel. Als Weihnachtsgeschenk vielleicht ganz gut geeignet sind Rotkäppchen und der böse Wolf, die Pfeffer und Salz streuen - als Geschenk aber hervorragend zu einer Einladung zum Essen passen.

Auch ein Portemonnaie aus besonders reißfestem Papier hat was - wenn denn ein Schein drinsteckt. Und wer schon ein Tablet verschenkt, findet im Museum auch noch eine papierartige Hülle mit rotem Satinfutter, die Understatement und Raffinesse vereinigt.

"Nino the Jumping Bug" heißt dieses springfreudige kleine Spielzeug (Museum Ratingen). FOTO: Blazy, Achim (abz)

Natürlich lässt sich kein kompletter Neandertaler verschenken. Aber doch viele Accessoires, mit denen der berühmte Mann sich schmückte, beschäftigte oder die ihm das Leben erleichterten. Unter etwa 1.000 Angeboten, die im zum Neanderthal Museum (Talstraße 300, 40822 Mettmann) gehörenden Shop zu bekommen sind, gehören unter anderem ein sogenanntes Steinzeitfeuerzeug und dazugehörige Kochbücher. Weitere Beliebtheiten sind Knöchelchen, Pfeilspitzen, Mousepads mit besagtem Neandertaler sowie archaische Schmucknachbildungen und Ketten mit Büffelzähnen, die von den Mitarbeiterinnen per Hand aufgezogen werden. Und natürlich geht nichts ohne "Tinka", das Stoffmammut, das als Schlüsselanhänger und als Kuscheltier taugt und in mehreren Größen erhältlich ist. Absoluter Renner sind die wetterfesten "Kultbags", die das Museum aus den Planen herstellen lässt, die für Sonderausstellungen werben. Die bedruckte Lastwagen-Plane wird zu Laptop- oder Akten-Taschen, zu kleinen Umhängebeuteln und zu Rucksäcken.

Hilden (gök) Einen eigenen Museumsshop hat das Wilhelm-Fabry-Museum mit Sitz an der Benrather Straße nicht. Jedoch ist der Museums- und Heimatverein "Unser Hilden" auf dem Gebiet aktiv: Er bietet den Kräuterlikör "Mixtura Herbae Hildensae" an, der bestens zur inneren Einreibung geeignet ist. Die Flasche voller Hildener Kräuter kostet 14,50 Euro. Daneben gibt es diverse Bücher über Hilden und die Geschichte der Stadt: Bildbände sind ebenso darunter wie Bücher für Mundartfreunde. Noch spezieller ist das Buch "Bemerkenswerte Bäume in Hilden", das mit 18.50 Euro das teuerste der Bände ist, die der Verein zu bieten hat. Abgerundet wird das Angebot von historischen Stadtplänen, die ebenfalls erworben werden können - und zwar beim Verein. Adresse: Mühle 34, Telefon 02103 968201

Das Römische Museum Haus Bürgel zeigt am Standort eines ehemaligen Römerkastells zahlreiche Ausgrabungsfunde aus der Antike. Ein beliebtes Souvenir nach einem Besuch in dem nur an Sonn- und Feiertagen geöffneten Archäologischen Museum sind aus Ton gebrannte Medaillen mit römischen Motiven wie Amphoren oder Köpfen. In Workshops etwa mit Schulklassen werden die Unikate gefertigt und für 1,50 Euro an der Museumskasse verkauft. Sie haben ein kleines Loch, so dass sie mit Schnur oder Kette als Anhänger getragen werden können. Die Kontaktdaten: Römisches Museum Haus Bürgel, Urdenbacher Weg 1, 40789 Monheim. Geöffnet an Sonn- und Feiertagen, 14.30 -17 Uhr. Eintritt: 3 Euro, ermäßigt 1,50 Euro, Kinder bis 10 Jahre frei.

(mei)
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