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Mettmann
Gesperrt - aber kaum einer hält sich dran

Mettmann: Gesperrt - aber kaum einer hält sich dran
Nur noch Linienbusse und Taxen dürfen jetzt eigentlich am Jubiläumsplatz vorbei fahren. Doch das aufgestellte Verbotsschild scheint die wenigsten Autofahrer zu interessieren. FOTO: Dietrich Janicki
Mettmann. Seit Samstag ist die Durchfahrt auf der Schwarzbachstraße verboten. Kontrollen gab es zum Start keine. Von Klaus Müller

Die Sperrung der Schwarzbachstraße zwischen der Johannes-Flintrop-Straße und der Tiefgaragenzufahrt der Kreissparkasse wurde von der Stadtverwaltung groß angekündigt - erwies sich aber beim Start am Samstag als Riesen-Flop. Die Autofahrer ignorierten die Verkehrsschilder und fuhren wie gewohnt in beiden Richtungen durch die Schwarzbachstraße. Seitens der Polizei wurde die Einhaltung der neuen verkehrlichen Maßnahmen am Samstagmorgen nicht kontrolliert, auch von der Ordnungsbehörde erfolgten keine Kontrollen.

"Das ist schon merkwürdig. Ich bin extra einen Umweg gefahren, da ich von der Sperrung der Schwarzbachstraße in der Zeitung erfahren habe. Jetzt muss ich feststellen, dass gar nicht kontrolliert wird und der Verkehr wie bisher weiterläuft", war Marlies Deden sichtlich verwundert. Manfred Danscheidt hatte geglaubt, dass die angekündigte Sperrung für einige Aufregung bei den Autofahren sorgen würde. Er musste aber feststellen, dass trotz des Verbots der übliche Samstagverkehr über die Schwarzbachstraße rollte. Er hatte aber eine Erklärung parat. "Die Schilder, die darauf hinweisen, dass bis auf die Busse der Rheinbahn, Taxen und Radfahrer, die Schwarzbachstraße im südlichen Teil gesperrt ist, sind viel zu klein und können von den Autofahrern kaum gelesen werden."

Dem schloss sich Rudolf Schmidt an. "Die Schilder sind doch viel zu klein. Da braucht sich keiner zu wundern, dass die Autofahrer wie gewohnt hier über die Straße fahren. Im Übrigen wäre es ratsam gewesen, in der Anfangsphase Absperrgitter aufzustellen." Aber auch Autofahrer, die die Schilder gelesen hatten, blickten nur kurz nach rechts und links, um dann in Ruhe weiter geradeaus zu fahren. "Die Autofahrer haben doch einen Führerschein und sollten die Straßenverkehrsordnung kennen. Da wundert es mich schon, dass die Sperrung hier von den meisten bewusst ignoriert wird", sagte Rudolf Schmidt.

Friedel Bachmann war überrascht, dass die Schwarzbachstraße, trotz der Ankündigung in den Medien, befahren wurde wie bisher. Er machte deutlich, dass er grundsätzlich die Sperrung befürworte. "Gerade im Hinblick auf die beabsichtigte Neugestaltung des Jubiläumsplatzes ist das eine richtige Entscheidung." Er fügte hinzu, dass er sich über andere verkehrliche Maßnahmen in Mettmann Sorgen mache. "Ich befürchte, dass in Zukunft immer mehr Verkehr über die Goldberger Straße läuft." Nicht anfreunden konnte sich Alfons Rogowski mit der Sperrung der Schwarzbachstraße. "Das halte ich für überflüssig, denn durch die Seibelquerspange ist dies nicht mehr nötig. Die Bürger müssen schließlich mit dem Wagen in die Innenstadt kommen, damit sie dort einkaufen können." Er machte deutlich, dass sich der Bau der Seibelquerspange trotz aller vorherigen Bedenken der Bürger als gut erwiesen habe. "Die Metzkausener kommen jetzt beispielsweise viel schneller in Richtung Goldberg oder zum Friedhof Lindenheide."

Quelle: RP
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