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Erkrath
Gesuchter Tierquäler in Hochdahl gefasst

Erkrath: Gesuchter Tierquäler in Hochdahl gefasst
Der Berner Sennenhund-Welpe "Bella" wurde getötet. FOTO: Polizei
Erkrath. Die Polizei hat am Sonntagmorgen in Hochdahl einen 26-jährigen Mettmanner festgenommen. Der offenbar psychisch kranke Mann hat bereits zugegeben, vor einigen Tagen im Naturschutzgebiet zwischen Hilden, Langenfeld und Solingen einen 13 Wochen alten Hundewelpen getötet zu haben. Von Oliver Wiegand

Den Welpen hatte er kurz zuvor seiner Besitzerin gestohlen und den Hund anschließend mit der Leine an einem Baum erdrosselt.

Auf alte Dame eingeprügelt

Am Sonntagmorgen fiel der Täter in Hochdahl an der Schimmelbuschstraße erneut auf. Laut Polizei beobachteten Zeugen, dass der 26-jährige Mettmanner gegen 10.40 Uhr an der Bushaltestelle in Höhe des Autozubehörhandels völlig grundlos und willkürlich auf eine Seniorin einprügelte. Laut Polizeibericht schubste er die 86-Jährige zu Boden. Anschließend trat er der alten Dame mehrfach gegen den Kopf und den Oberkörper, so dass sie schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht werden musste. Der Zustand der misshandelten Seniorin ist inzwischen stabil. Durch die Staatsanwaltschaft Wuppertal, Friedel Heuermann, wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des versuchten Totschlags eingeleitet und bei der Kreispolizeibehörde eine Ermittlungskommission eingerichtet.

In den Park geflüchtet

Bevor der Mettmanner die Seniorin niederschlug, hatte er offenbar schon auf ein Ehepaar (59, 70) grundlos eingeschlagen, das zu Fuß unterwegs war. Ein bisher unbekannt gebliebener Zeuge war der Seniorin zu Hilfe geeilt und wurde sodann seinerseits von dem Täter angegriffen, konnte sich aber erfolgreich zur Wehr setzen. Kurz bevor die inzwischen alarmierte Polizei am Tatort eintraf, flüchtete der Mettmanner durch den gegenüberliegenden Park in Richtung Schlickumer Weg. Dabei wurde er aber von einem 41- jährigen Hochdahler verfolgt. Diesem gelang es, den Tatverdächtigen gemeinsam mit einem Polizeibeamten festzunehmen.

Nach der Festnahme bestätigte der Mettmanner, die Tierquälerei in der Ohligser Heide, bei der er einen Hund getötet hatte, begangen zu haben. Der offenbar psychisch kranke Tatverdächtige wurde in die Rheinischen Landeskliniken eingewiesen. Die Polizei sucht noch einen Zeugen, der den Mettmanner Täter von einem Opfer fernhielt. Hinweise Telefon 02104982 6450

(jco)
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