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Mettmann
Gitarren-Virtuosen bezaubern in Kulturvilla

Mettmann. Martin Zimny und Alex Vido entzückten das Publikum mit ihrem Spiel. Von Hanna Eisenbart

Zwei Gitarren, vier Hände und zwölf Saiten - ein Gitarrenduo der Spitzenklasse, das in der Kulturvilla mit stehenden Ovationen gefeiert wurde. Seit ihrem Studium in Düsseldorf kennen sich Martin Zimny und Alex Vido und wussten offensichtlich sehr bald, dass ihnen gemeinsam der Erfolg gelingen wird.

Kaum von einer Tournee nach Japan zurückgekehrt, gastierten die Beiden in Mettmann. Spanien, das Land der Gitarre, ihm wurde gehuldigt: Sevilla, eine Komposition für Klavier von Isaac Albéniz, einem Schüler von Franz Liszt, erklang hier, transkribiert für Gitarre, einfach zauberhaft.

Die Kompositionen von Johann Caspar Mertz, einem slowakischen Komponisten der Romantik, waren schon eine echte Herausforderung für die beiden Virtuosen, die sie glänzend meisterten. Tempo- und Harmoniewechsel und diese in einem Tempo, die die Finger forderten. "Unruhe" hieß das Stück - nomen est omen!

Aber zurück nach Spanien: Enrique Granados, dessen tragischer Tod durch ein deutsches U-Boot im Ersten Weltkrieg zu verantworten ist, war neben Manuel de Falla einer der größten spanischen Komponisten seiner Zeit. Drei Stücke seiner Werke erklangen, eine Hommage an Andalusien, eine feurige spanische Rondella und ein Oriental. Dieses Stück ließ die Zuhörer teilhaben an der achthundertjährigen Erfahrung der Spanier mit den maurischen Eroberern. Eine wunderschöne Komposition, bei der Martin Zimny und Alex Vido dem Publikum die Unterschiedlichkeit spanischer und orientalischer Musik wirklich nahe brachten - ein weiteres Glanzstück.

Nach der Pause überraschten die beiden jungen Gitarristen mit Songs der Beatles, in ihrer eigenen Transkription für Gitarre: ideenreich und voller spritziger Elemente, überzeugte das geniale Duo auch hier mit Spielfreude und famoser Übereinstimmung. Ihre natürliche und lockere Art, mit dem Publikum zu kommunizieren, ist wohl ein weiterer sympathischer Baustein ihres großen Erfolges.

Aber es folgte noch eine Überraschung, denn die eigenen Kompositionen, die die beiden fingerfertigen Tausendsassas präsentierten, waren nochmals eine tolle Steigerung. Herrliche Melodien, knackige Synkopen, voll tönende Akkorde wechselten einander ab, gepaart mit einer unfassbaren Temposteigerung, - inklusive mehrerer Zugaben.

Quelle: RP
 
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