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Mettmann
Gymnasiasten sind Bücherhelden

Mettmann: Gymnasiasten sind Bücherhelden
Autorin Petra Postert (vorne) mit den Schülern (v.l.) Manuel Neeb, Cornelius Reh (oben), Anna Wallstein, Amelie Herrmann und Leon vom Hoff sowie den Lehrern Barbara Reh, Rudolf Kirschner und Dr. Ulrike Möllney. FOTO: D. Janicki
Mettmann. Die Schulbibliothek im KHG wurde mit einem Literatur-Workshop wiedereröffnet. Von Valeska von Dolega

Normalerweise ist sie in ihrem stillen Kämmerlein aktiv, unbeobachtet, still und leise formuliert dort Autorin Petra Postert ihre Bücher. Wie sie Ideen findet und daraus unterhaltsame Geschichten werden, darüber berichtete sie beim Workshop im Konrad-Heresbach-Gymnasium (KHG).

"Bücherhelden" war die Aktion übertitelt, zu der 32 Schüler der Jahrgangsstufe 5 sich in der neu gestalteten Bibliothek einfanden. Die Beweggründe zum Mitmachen waren höchst unterschiedlich. "Ich interessiere mich für Geschichten, schreibe auch selbst und lese gerne vor", ging Talia (10) eher spielerisch an die Sache. Philipp (11) dagegen hatte durchaus ehrgeizige Ziele. "Ich möchte lernen, besser Geschichten schreiben zu können. Denn das kann ich bislang nicht so gut."

In dem 90-minütigen Blitzseminar versuchte Petra Postert, gelernte Journalistin und selbst Mutter, allen Wünschen und Interessen gerecht zu werden. Aus ihrer "Traumfee"-Reihe wurden Lula und Dschango thematisch in den Fokus gestellt. Mit einem szenischen Spiel wurden diese beiden Bücherhelden vorgestellt, bei kleinen Schreibübungen ging es anschließend darum, seine eigenen Gedanken zu Papier zu bringen. Außerdem hatte Petra Postert von ihr geschriebene Manusskriptseiten, die dazu angefertigten Illustrationen sowie Korrekturvorschläge seitens des Lektorats im Gepäck. Schließlich sind es ja nicht allein die Gedankenblitze der Autorin, sondern das Zusammenspiel mit anderen, die kreative Figuren am schönen Schluss zu beliebten Bücherhelden machen.

"Eine weitere Zusammenarbeit ist nicht ausgeschlossen", waren sich Schulleiter Rudolf Kirschner und Petra Postert einig. Darüber freuten sich nicht bloß die KHGler, sondern auch Barbara Reh. Die Deutschlehrerin hatte nämlich im Januar vergangenen Jahres die damals ziemlich verwaiste Schulbibliothek unter ihre Fittiche genommen. Zusammen mit ambitionierten Schülern wie Amelie, Anna und Manuel (alle aus der 9a) sowie Cornelius und Leon wurde die Bücherei zu einem schmucken Leseraum ausgebaut. Sofas, Liegesessel und Turnmatten ebenso wie ein ausdrücklich zur Fußablage deklarierter Tisch laden zum Verweilen ein. "Das ist hier auch Treffpunkt und so etwas wie ein Zufluchtsort", beschreiben die Schüler ihre Leseoase. Und diejenigen, die nicht zum Bücherausleihen oder Lesen kommen, können auch einfach mal chillen oder vor der Klausur ausruhen.

Möglich gemacht hat die Neugestaltung der Bib inklusive Buchneuanschaffungen und Möblierung übrigens der Förderverein des Gymnasiums, der 700 Euro gab.

Quelle: RP
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