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Erkrath
Handwerker-Tipps vom Profi

Düsseldorf. Elektromechanikerin Ulla Schneider gibt Frauen Tipps, welchen Bohrer sie für welchen Werkstoff benutzen können. Das Seminar macht den Teilnehmerinnen Spaß und sie lernen eine Menge fürs Heimwerken. Von Simone Kampf

Selbst ist die Frau! Das denken sich auch die 20 Teilnehmerinnen, die zum Frauke-Frauenforum gekommen sind, um am Schnupperkurs "Rund ums Befestigen" teilzunehmen. Wissbegierig, aber auch skeptisch richten sie ihre Blicke auf die ziemlich unhandlich erscheinenden Geräte, die Elektromechanikerin Ulla Schneider da mitgebracht hat.

Reparaturkurs ist gefragt

"Ich bin überrascht, dass Sie so zahlreich erschienen sind. Ich habe noch nie in einer so großen Runde so einen kurzen Kurs gegeben!" sagt die Meisterin. Dank ihrer langjährige Erfahrung in der Elektromechanik kann sie Fragen aus der Runde kompetent beantworten. Sechs Jahre arbeitete Schneider als feste Kraft im Handwerkerinnenhaus Köln (HWH) und ist dort nun als Referentin tätig. Vor allem ihr Reparaturkurs ist sehr gefragt. Er befasst sich unter anderem mit folgenden Fragen: Wie groß müssen die Dübel sein? Welchen Durchmesser sollte der Bohrer haben? Und: Welchen Bohrer benutzt man bei welcher Gelegenheit?

Ulla Schneider spannt die Frauen nicht länger auf die Folter und erklärt langsam und ausführlich, welche Materialien mit welchen Geräten und Aufsätzen am besten bearbeitet werden. Doch hier wird nicht nur zugehört, sondern auch gleich ausprobiert.

Denn um die unterschiedlichen Eigenschaften verschiedener Materialien zu demonstrieren, hat sie einige Steine mitgebracht. Einen Kalksandstein, der sich auch in den meisten Wänden befindet, einen Glasbetonstein, und einen gewöhnlichen Pflasterstein, der beim Bohren kaum nachgibt. Die drei Objekte liegen ihr zu Füßen und warten darauf, von 20 "bohrwütigen" Teilnehmerinnen bearbeitet zu werden. Auf Los geht's los. "Wer möchte denn mal ausprobieren?"

Nach und nach bohrt jeder der Reihe nach ein Loch in einen oder gleich mehrere Steine, bis diese hinterher aussehen wie ein Schweizer Käse. "Frau Pollmann haben sie diesen Abend eigentlich angemeldet? Es ist nach acht Uhr!" witzelt eine Teilnehmerin, denn mittlerweile kann man sein eigenes Wort nicht mehr verstehen.

Doch in diesem Fall geht Probieren wohl über studieren und schnell ist den 20 frisch gebackenen Handwerkerinnen klar, worin die feinen Unterschiede der Bohrer bestehen: Der Spitze Bohrer eignet sich lediglich für Holz.

Mit dem Steinbohrer, der oben ganz stumpf ist, bohrt man in Stein, Fliesen oder Beton und mit dem relativ scharfen Metallbohrer lassen sich sowohl Holz als auch Metall bearbeiten.

Quelle: RP
 
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