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Mettmann
Heimische Autoren stellen sich vor

Mettmann. In der Stadtbücherei fand ein Forum statt. Es kamen nur wenige Zuhörer. Von Hanna Eisenbart

Zu einem Autorenforum hatte die Stadtbibliothek in Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Schlüter eingeladen und man konnte sein Erstaunen nicht verbergen, dass immerhin sechs Autorinnen in Mettmann leben. Ein Querschnitt durch die Genres der schreibenden Kunst bot sich den Zuhörern: Kurzgeschichten, Gedichte, Romane, Kinder- und Jugendbücher, alles war vertreten und lud zum Kennenlernen und Schmökern ein. Schmunzeln mit Nachdenken - das war die Botschaft von Ulla Röder, die auf der Suche nach Advent nicht bei Glühwein und Backfisch auf den Weihnachtsmärkten verbleiben wollte und auch im Fach Poetry Slap für Heiterkeit sorgte.

Mit ihren 15 Jahren war Julia Sörgel das Küken in der Runde, aber ihr Jugendroman, der von zwei sich nervenden Schwestern handelt, die mit ihren Freunden auf eine fiktive Verbrecherjagd gehen, zeigte Tiefgang.

Das sehr schön illustrierte Kinderbuch "Piratenschwestern" von Petra Postert thematisiert eigentlich den Alltag, das Normale und genau das mag die Autorin, die lange als Journalistin gearbeitet hat. Monica Ebert, den Kunstliebhabern durch farbintensive Gemälde bekannt, zeigte hier ihr nächstes Talent und die Schilderungen einer Stadt im Orient, wie sie erwacht, wie der Muezzin zum Gebet ruft, bezeugten intensive Recherche.

Die Pause gestaltete Emil Adler von der Musikschule mit Klängen auf dem Akkordeon - leider ein wenig überdeckt von den Diskussionen der Anwesenden.

Der Senior der Gruppe, Herbert Asbeck, war mit seinen 80 Jahren ein vielgereister Mann, der in seinem Roman "Eine Liebe in Cremona" der Stadt der Geigenbauer ein anrührendes Denkmal setzte. Ihre besten Geschichten aus dem MDR-Literaturwettbewerb trug Andrea Behrens vor und beeindruckte durch enorme Beobachtungsgabe der verzwickten Gefühlsschwankungen pubertierender Jugendlicher. Die Texte von Gila Holler unterliegen offensichtlich einer Eigendynamik, sie wollen nur raus. Ob als Randfigur des Lebens oder die Beschreibung von Schmetterlingen im Bauch, es muss gesagt und geschrieben werden.

Quelle: RP
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