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Kreis Mettmann
Heiße Tipps fürs gemütliche Kaminfeuer

Kreis Mettmann. Rechtzeitig vor Beginn der kalten Jahreszeit sollten Holzheizungen gewartet werden. Worauf man achten muss. Von Joachim Preuss

In den Nächten fallen bereits merklich die Temperaturen und wer es besonders in der Übergangszeit am Kaminofen schön warm haben möchte, sollte noch vor Beginn der Heizperiode Einiges beachten. Dem Kaminofen sollte man besondere Aufmerksamkeit schenken: Denn der Schornsteinfeger ist nicht für das gesamte Abgassystem zuständig - das aber wissen die Wenigsten.

Vor dem Beginn der Heizsaison sollte die gesamte Anlage gründlich geprüft werden. Alle ein bis zwei Jahre müssen beispielsweise die Dichtungen an der Ofentüre ausgetauscht werden. Höchste Eisenbahn ist es, wenn sich feiner weiß-grauer Staub in der Wohnung verteilt und Zugluft schwarze Streifen an den Innenscheiben hinterlässt. Die recht dreckige Arbeit kann man einem Fachmann überlassen, aber auch selbst machen: In den meisten Baumärkten gibt es mittlerweile eine Kaminofen-Ecke. Passende Dichtungen gibt es dort als Meterware. Verklebt werden sie mit speziellem temperaturbeständigen dunkelgrauen Ofenkitt. Den gibt es in teuren Tuben oder - wesentlich preisgünstiger - als Kartusche für die Handpresse. Beim Kauf unbedingt auf die Haltbarkeit achten: Auch ungeöffnete Kartuschen sind nur begrenzt lagerfähig. Die Scheiben reinigt man mit Zeitungspapier und Ceranfeldreiniger.

Im Innenraum auf gebrochene Schamotte-Steine achten: Sie sollten ausgetauscht werden, denn sie schützen die Kesselwand. Beim Aussaugen des Brennraumes unbedingt an das meist waagerechte Anschlussstück vom Kaminofen zum Schornstein denken: Dort kehrt der "Schorni" nämlich in der Regel nicht, dafür ist allein der Besitzer verantwortlich. Über den Inspektionsdeckel alle Ruß-Reste heraussaugen. Sie können sich entzünden und einen Kaminbrand verursachen. Im schlimmsten Fall brechen die Flammen durch das Rohr durch, wenn es bereits älter und dünner ist.

Getreu der Tatsache "warmes Holz brennt besser" sollte man den Holzvorrat für einen Abend bereits am Vortag im Wohnzimmer lagern. Beim Anzünden von Brennholz tun sich viele Stadtmenschen schwer. Wer's traditionell mag, nimmt Holzwolle oder Anzündholz, über das möglichst kleinteiliges Brennholz gelegt wird (am besten eignet sich dafür harzhaltiges Weichholz). Schneller geht es mit Grillanzündern, die aber auch unangenehm riechen können. Verboten, weil mordsgefährlich, sind leicht entzündliche Brandbeschleuniger wie Spiritus. Wie schnell ein Feuer schön brennt, hängt auch von der Wetterlage ab. Wichtig ist es, möglichst schnell große Hitze zu erzeugen. Und nicht zu viel Holz im Brennraum stapeln. So hält man die anfänglichen Qualmwolken aus dem Schornstein im Zaum und die Nachbarn bei Laune. Susanne Berger, Energieberaterin der Verbraucherzentrale in Ratingen, rät: "Insbesondere beim Anheizen muss für eine ausreichende Luftzufuhr gesorgt werden. Ob genügend Luft durch den Kamin zieht, kann man daran erkennen, dass es im Ofen hell bleibt und sich keine schwarzen Rußablagerungen bilden. Die Verbrennung sollte nur feine weiße Asche hinterlassen und keinerlei Holzreste." Brennholz dürfe maximal eine Restfeuchte von 25 Prozent enthalten. Berger: "Wird das Holz abgedeckt, aber gut durchlüftet und ohne Kontakt zum Boden etwa zwei Jahre gelagert, ist der Wert meist erreicht. Preiswerte Holzfeuchtemesser gibt es im Baumarkt."

Besonders wichtig, so Susanne Berger: "Behandelte Hölzer wie Spanplatten sowie Altpapierbriketts oder Paraffinbrennscheite dürfen in privaten Haushalten nicht verbrannt werden. Mit der Entsorgung der Asche sollte sorgsam umgegangen werden, da sich bei unvollständiger Verbrennung krebserregende Stoffe bilden können. Also keinen Staub aufwirbeln, die Asche möglichst nicht berühren. Die Entsorgung sollte über den Hausmüll erfolgen." Beliebteste Holzsorten sind übrigens Buche und Eiche sowie Fichte und Birke. Die Preise steigen meist vor dem Winter an.

Quelle: RP
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