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Mettmann/Wülfrath
Hier passieren besonders viele Unfälle

Mettmann/Wülfrath: Hier passieren besonders viele Unfälle
Immer wieder kommt es zu Unfällen in der Puschkurve, besonders auf regennasser Fahrbahn. FOTO: Kreispolizei
Mettmann/Wülfrath. Die Unfallkommission hat zahlreiche Straßen und Kreuzungen im Kreis auf ihre Gefährlichkeit ins Visier genommen. Von Christoph Zacharias

Im Juni 2016 hat die Unfallkommission des Kreises Mettmann eine ganze Reihe von Straßen und Kreuzungen im Kreisgebiet, an denen es im Laufe des Jahres 2014 und teils 2015 vermehrt zu Verkehrsunfällen kam, ins Visier genommen. In acht von zehn Städten waren an diversen Stellen die Kriterien für eine Unfallhäufungsstelle erfüllt. Nur in den Städten Erkrath und Velbert war dies nicht der Fall.

Hier die Ergebnisse für Mettmann:

  • Düsseldorfer Str. (B7), Puschkurve. 2014 ereigneten sich insgesamt 13 Unfälle mit zehn leichtverletzten Menschen. Alle Unfälle geschahen auf nasser Fahrbahn. Die Kreisverwaltung wird jetzt zwischen den Kurven eine Geschwindigkeitsmessung vornehmen. Bis zur Vorlage der Ergebnisse beschließt die Unfallkommission folgende Veränderungen: Vor Beginn der Puschkurve sind aus Fahrtrichtung Düsseldorf sowie Mettmann beidseitig Hinweistafeln aufzustellen, auf denen mit Piktogrammen auf die Doppelkurve und 50 km/h hingewiesen wird. Weiterhin sind in Fahrtrichtung Mettmann in der Linkskurve (hinter der Schutzplanke) Kurventafeln anzubringen.
  • Düsseldorfer Straße (L156) / Auf dem Hüls "Die Kriterien für eine Unfallhäufungsstelle sind mit sechs Unfällen und sechs leicht verletzten Personen zwar erfüllt, es handelt sich dabei aber fast ausschließlich um Auffahrunfälle, die durch eine hohe Verkehrsbelastung verbunden mit Unachtsamkeit der Verkehrsteilnehmer entstehen", sagt Ralf Hezel vom Straßenverkehrsamt. Laut Kreis muss an dieser Stelle nicht nachgebessert werden. Aber: Die Unfallhäufungsstelle beziehungsweise die dortige Verkehrssituation wird im Rahmen des Gesamtverkehrskonzeptes von der Stadt Mettmann mit untersucht.
  • B 7/ Südring / Zubringer Neandertal: Es ereigneten sich an der Kreuzung acht Unfälle mit zwei schwerverletzten und vier leichtverletzten Personen. Hauptunfallursache ist hier laut Hezel das Nichtbeachten der Vorfahrt durch Linkseinbieger auf den Südring. Der Landesbetrieb Straßen wird für den Knotenpunkt in Kürze eine Verkehrszählung vornehmen. In Abhängigkeit von der Verkehrszählung soll geprüft werden, ob das Stopzeichen mit dem Haltebalken an die Sichtlinie verlegt werden kann. Vor der Querungsstelle wäre dann das Verkehrszeichen 205, Vorfahrt gewähren, in Verbindung mit dem Zusatzzeichen "auf Radverkehr von links und rechts achten" aufzustellen. Die zur Querungsstelle abgesenkte Leitplanke wird mit rot/weißer Folie beklebt. Die Unfallhäufungsstelle müsse weiter beobachtet werden. Sollten sich fortlaufend schwere Unfällen durch Linkseinbieger ereignen, müsse eine Ampel aufgestellt werden.
  • Wülfrath: Flandersbacher Str./Zur Fliethe/Zur Hotzepar (K 34), Kreisverkehr: In 2014 ereigneten sich zwölf Unfälle mit drei leichtverletzten Personen. Dabei handelte es sich überwiegend um Fahrfehler bei Nässe. Die Griffigkeit der Straße wird überprüft. In der Höhe der Querungsstelle Flandersbacher Straße gibt es Spurrillen. Der gesamte Kreisverkehr sei auf bauliche Schäden zu überprüfen und müsse eventuell saniert werden. Die Verkehrszeichen 205 (Vorfahrt gewähren) und 215 (Kreisverkehr) vor allen Einmündungen zum Kreisverkehr müssen erneuert werden. Auf der Fliethe fehlt die Mittelmarkierung, heißt es abschließend.
Quelle: RP
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