| 00.00 Uhr

Mettmann
Hobby-Fahrer mit großen Zielen

Mettmann: Hobby-Fahrer mit großen Zielen
Johannes Zeiske ist Mettmanner und freute sich auf das Rennen. Der 29-jährige trat mit dem Mountain-Bike beim Kedermann Rennen an. FOTO: Dietrich Janicki
Mettmann. Familie und Freunde feuern die Sportler an, die 28 Runden mit jeweils 1,2 Kilometern absolvieren. Bunte Trikots mit Sponsoren-Aufdruck, schnittige Rennmaschinen und muskulöse Waden - die Fahrer, die sich zum Jedermann-Rennen entlang der Startlinie vor dem Rathaus aufgereiht haben, wirken wie Profis im Sattel. Von Dominique Schroller

Mit Freizeitradlern haben sie wenig gemeinsam. "Wir sind ein Team von drei Leuten und fahren die kleineren Cups, um uns die nötige Wettkampfhärte zu holen", sagt Marc Odenkirchen. Er ist mit seinen Kollegen aus Brühl angereist, um auf der anspruchsvollen Strecke Rund um Mettmann die eigene Kondition auf die Probe zu stellen. "Das unrhythmische Profil zeigt schnell die eigenen körperlichen Grenzen auf. Wir sind immer wieder gefordert anzutreten und können uns nicht im Windschatten verstecken", sagt der Sportler. Für ihn geht es vor allem darum durchzuhalten und seinen Kollegen zu unterstützen, der auf das Podium zusteuern möchte.

Ehrgeizige Ziele verfolgt Johannes Zeiske nicht. Dabei zu sein, ist für ihn alles. Der Mettmanner freut sich das ganze Jahr auf dieses Rennen und hat sich als einer der Ersten angemeldet. "Mir geht es darum die Atmosphäre zu genießen und herauszufinden, was mein Körper leisten kann. Es ist eine Herausforderung, die Strecke unter Wettkampfbedingungen zu fahren." Die Steigungen fürchtet er nicht. "Das Profil gilt als anspruchsvoll, doch das sehe ich nicht so. Bis auf die Herrenhauser Straße ist das alles ganz entspannt. Sonst bin ich mit dem Rad nur in bergigen Gelände unterwegs und Höhenmeter durchaus gewohnt."

Der 29-Jährige verzichtet auf ein schlankes Rennrad und rollt stattdessen mit seinem bulligen Mountainbike zum Start. Im vergangenen Jahr hat er damit bis zum Schluss durchgehalten und den meisten Applaus bekommen. "Meine gesamte Familie und meine Freunde sind alle hier und werden sicher eine Menge Radau machen. Sie sind alle sehr stimmgewaltig", sagt Johannes Zeiske gut gelaunt. Er hat in den vergangenen Wochen jeden Tag im Sattel gesessen und ist zuversichtlich, dass er das Ziel erreicht. "Im vergangenen Jahr habe ich das ganz ohne Vorbereitung geschafft, also sollte das dieses Mal auch gelingen." Es macht ihm dabei gar nichts aus, dass er dem schnellen Feld vom Start weg hinterher fährt.

"Er hat deshalb Heldenstatuts, weil er bis zum Schluss durchhält" sagt Stephan Schwedtmann. Er weiß, dass Jedermann-Rennen anspruchsvoller ist, als es klingt. "Wer hier fährt darf zwar keine Rennlizenz besitzen, sollte aber schon ein paar Trainingskilometer in den Beinen haben", sagt der Vorsitzende des RV Edelweiß.

Ingo Herrmann passen die Verbandsstrukturen nicht, deshalb fährt er in der Hobby-Klasse. "Für mich ist das heute Training zur Vorbereitung auf die Deutschen Meisterschaften in den Medizinischen Berufen.

Die Berge sind gut für die Form." Ähnliche Absichten hat auch Florian Monz. Er ist neu im Team Mettmann und das Rennen sein erster Fitness-Test. "Es geht darum, mich ein bisschen warm zu fahren für den German Cycling-Cup. Doch ich werde schon versuchen, vorne mit dabei zu sein."

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Mettmann: Hobby-Fahrer mit großen Zielen


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.