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Mettmann
Horror-Clown erschreckt zwei Schülerinnen mit Messer

Mettmann: Horror-Clown erschreckt zwei Schülerinnen mit Messer
Phänomen Horror-Clown: jetzt auch in Mettmann. FOTO: dpa, esl cs
Mettmann. Ein als Clown verkleideter Mann hat am Dienstagmorgen zwei Schülerinnen am Borner Weg Angst und Schrecken eingejagt. Von Oliver Wiegand

Der Unbekannte, der sich zunächst schon längere Zeit in einem dichten Gebüsch in der Nähe der Hauptschule verborgen hatte, bedrohte die Kinder (10 und 11 Jahre alt) gegen 11.30 Uhr wortlos, aber mit einem Messer in der Hand, berichtet ein Sprecher der Mettmanner Kreispolizeibehörde. Der Mann sei plötzlich aus dem Gebüsch gekommen und auf die beiden Schülerinnen zugestürmt.

Vorfälle mit Horror-Clowns in der Region

Die beiden geschockten Mädchen liefen zur Schule und suchten dort Schutz bei ihren Lehrern. Der als Clown verkleidete Angreifer flüchtete. Die Polizei suchte nach dem Mann, er konnte jedoch nicht gefunden wurden. Es gab jedoch noch mehr Zeugen, die den etwa 1,70 bis 1,75 Meter großen Mann ebenfalls gesehen haben. Offenbar trug er eine furchteinflößende "Horror-Clownmaske" mit grellbunten Haaren, eine blaue Hose mit auffälligen weißen Streifen sowie schwarze Oberbekleidung trug.

Bereits am Sonntagabend soll sich in Erkrath am Römerweg ein ganz ähnlicher Fall zugetragen haben. Eine Mutter berichtete, dass ihr Sohn auf dem unbeleuchteten Weg von einen Horror-Clown erschreckt worden ist und erstattete Anzeige bei der Polizei. Bundesweit haben sich in den vergangenen Tagen die Meldungen zum Auftreten der Horrror-Clowns gehäuft.

Die als Clown kostümierten Menschen wollen Passanten zu erschrecken. Dabei kommt es immer wieder auch zu gewalttätigen Angriffen. Das Verhalten der "Horrorclowns" überschreitet die Grenzen jeglichen Spaßes, so die Kreispolizei Mettmann. Es werde im Einzelfall juristisch bewertet und kann erhebliche strafrechtliche, als auch zivilrechtliche Folgen nach sich ziehen. Möglicherweise handelt es sich um Bedrohung, Nötigung oder sogar Körperverletzung. Dazu können Schmerzensgeld und Schadenersatzansprüche kommen.

Die Polizei im Kreis Mettmann hat aber registriert, dass vor allem bei Facebook mit Kommentaren wie "Der soll nur kommen, den schlage ich zu Brei" offensichtlich zur Selbstjustiz aufgerufen wird und warnt ausdrücklich davor. Das sei "in allen Fällen strafbar", so die Kreispolizei.

Dazu kommt: Nicht jede als Clown verkleidete Person will tatsächlich Passanten angreifen, so die Polizei. In den meisten Fällen liege die Absicht der Maskierten im bloßen Erschrecken. Das habe eine lange Tradition, insbesondere zu Halloween. Ob bei einem "Gegenangriff der erschreckten Opfer eine Notwehrsituation begründet werden kann, hänge stets von den Umständen des Einzelfalles ab und wird im Zweifelsfall gerichtlich überprüft.
Treffe man selbst auf eine bedrohlich wirkende Gruppe, dann ist es möglicherweise die bessere Entscheidung, dieser Gruppe auszuweichen und die 110 zu rufen. Gerade bei Facebook komme es aber auch immer wieder zu Falschmeldungen zum Auftreten der Clown

Der Mann trug eine Clownsmaske mit grellbunten Haaren, eine blaue Hose mit auffälligen weißen Streifen und schwarze Oberbekleidung. Die Polizei bittet um Hinweise unter Telefon 02104 982 6110.

Hier geht es zur Infostrecke: Polizei gibt Tipps im Umgang mit Horror-Clowns

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