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Mettmann
Hühner und Tauben - wunderschönes Geflügel

Mettmann: Hühner und Tauben - wunderschönes Geflügel
Vorsitzender Bernhard Krus und Kerstin Kulawig, hier mit einem Zwerg-Wyandotten-Huhn, freuten sich über viele Gäste bei der Schau des Rassegeflügelvereins. FOTO: Dietrich Janicki
Mettmann. Im Hotel am Röttgen zeigten Hobbyzüchter ihre schönsten Hühner, Tauben, Enten und Fasane bei der Rassegeflügelschau. Der Rasse- und Ziergeflügelzuchtverein Mettmann-Metzkausen feierte mit der Ausstellung sein zehnjähriges Bestehen. Los ging es mit der Prämierung der schönsten Tiere durch Preisrichter des Verbandes. Hühner und viele Taubenarten wurden dabei einzeln bewertet, bei Fasanen und Diamanttauben zählte jedoch der Gesamteindruck eines Pärchens. "Die Richter achten darauf, dass die Tiere möglichst nah an den Standard kommen", erklärte Bernhard Krus, erster Vorsitzender des noch jungen Vereins. Krus war vorher in einem anderen Zuchtverein, doch da habe es ihm an Aktivität gefehlt. So kam es 2007 zur Neugründung des Vereins Mettmann-Metzkausen. "Wir haben momentan von allen Vereinen hier in der Umgebung den stärksten Mitgliederzuwachs", berichtete er: 33 erwachsene Mitglieder und drei Jugendliche seien derzeit dabei. Der Zusammenhalt der Mitglieder und das Engagement bei Ausstellungen seien groß. "Hier helfen alle mit. Uns kommt aber auch zu Gute, dass wir als junger Verein keine Altlasten haben. Da sagt keiner: Das muss so oder so sein, das haben wir schon immer so gemacht." Von Rabea Gruber

Unterstützung in der Vereinsarbeit bekommt Krus durch seinen Sohn Stefan, der selbst Fasane, Hühner und Tauben hält. Das Interesse an der Geflügelzucht hat er von seinem Vater. Auch Bernhard Krus ist über seine Eltern zur Zucht gekommen. Er ist auf einem Bauernhof aufgewachsen, wo es auch Geflügel gab. Aber nicht alle Vereinsmitglieder sind auf diese Weise in die Geflügelzucht "hineingewachsen".

Die Haltung des Federviehs liegt durchaus wieder im Trend. "Grundsätzlich ist zu beobachten, dass immer mehr junge Leute Hühner im Garten halten wollen." Viele von ihnen seien nicht unbedingt Züchter, doch der Verein biete ihnen trotzdem Vorteile: So kümmert er sich zum Beispiel um die Impfung der Tiere, die vier Mal im Jahr nötig ist. Im Gegenzug bekommt der Verein junge Mitglieder, die auch bei Veranstaltungen mal mit anpacken. "Die Zucht bleibt natürlich unser Hauptanliegen", sagte Krus. Zum Erhalt der Rassenvielfalt tragen die Hobbyzüchter einen großen Teil bei: Die großen Betriebe können nämlich mit diesen Tieren ihre Zucht auffrischen. Die Ausstellungen seien dazu da, einen Querschnitt der Rassen- und Farbvielfalt zu zeigen. In diesem Jahr fiel die Schau allerdings etwas kleiner aus. "Es war ein schwieriges Jahr für die Züchter", so Krus. Das liege zum einen am nasskalten Frühling, zum anderen an der Geflügelpest und der damit verbunden Einstallpflicht im Frühsommer. "Aber immerhin findet diesmal alles planmäßig statt." Im vergangenen Jahr war die Ausstellung wegen der Vogelgrippe ausgefallen.

Quelle: RP
 
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