| 00.00 Uhr

Mettmann
Hupkonzerte vor dem Recyclinghof

Mettmann. Wenn Container gewechselt werden, muss das Gelände kurzzeitig abgeschlossen werden. Einige verstehen das nicht. Von Christoph Zacharias

Zurzeit herrscht Hochsaison, man könnte auch von Chaos sprechen, auf dem städtischen Recyclinghof in der Hammerstraße 31. Insbesondere Grünschnitt wird nun geradezu "bergeweise" angeliefert - bis zu 250 Kubikmeter täglich. "Da reichen selbst die zehn vorhandenen Großcontainer für das derzeitige Grünabfallaufkommen nicht mehr aus", sagt Abfallberater Wolfgang Orts. Mit der Folge, dass die Behälter auch während der Öffnungszeiten gewechselt werden müssen und es hierdurch zu Wartezeiten kommen kann.

Der Recyclinghof muss nämlich grundsätzlich bei Rangiervorgängen und beim Austausch von Wertstoffbehältern vorübergehend geschlossen werden. Dies ist die Folge eines tödlichen Unfalls vor Jahren auf dem Recyclinghof. Seitdem sind die Sicherheitsvorkehrungen erheblich verschärft worden.

Dazu Abfallberater Wolfgang Orts: "Wir sind zwar bemüht, solche Tätigkeiten ausschließlich außerhalb der Öffnungszeiten durchzuführen. Dies ist jedoch nicht immer möglich. Zum Beispiel, wenn es wie zurzeit bei der Annahme von Grünabfällen so richtig "brummt" und sämtliche Grünabfallcontainer aufgrund der zahlreichen Anlieferungen bereits während der Betriebszeiten überquellen und daher geleert werden müssen."

Schließlich ließen es die Platzverhältnisse auf dem Mettmanner Wertstoffhof auch nicht zu, Sammelbehälter in immer benötigter Anzahl aufzustellen. Gleichermaßen gelte dies für die Abholung der Sammelcontainer für Elektronik- und Metallschrott durch andere Entsorgungsunternehmen, die aus logistischen Gründen nicht immer außerhalb der Öffnungszeiten durchführbar seien und daher ebenfalls zu kurzzeitigen Schließungen und Wartezeiten führen könnten. Orts: "Die meisten Bürger haben vollstes Verständnis für die nur wenige Minuten dauernde Schließung des Recyclinghofes. Manch einer meint aber, mit Hupkonzert und wildem Gestikulieren statt der gebotenen Geduld reagieren zu müssen. Und ganz dreiste Zeitgenossen versuchen gar, den Recyclinghof in solchen Situationen sogar entgegen der Einbahnstraßenregelung von der Ausfahrt aus zu befahren!" Dafür haben Orts und das Aufsichtspersonal überhaupt kein Verständnis.

Übrigens: Für einen möglichst reibungslosen Betriebsablauf müssen unbedingt die eingezeichneten Parkflächen beachtet werden. Dies wird nur von wenigen "Kunden" beachtet. Und Anlieferungen mit Anhängern und Kleintransportern sind samstags grundsätzlich nicht zulässig.

Die Grünabfälle können schließlich noch bis Mitte November auch an den Annahmeaußenstellen im Stadtgebiet jeweils samstags abgegeben werden.

Die jeweiligen Termine und Annahmezeiten sind im Abfallkalender aufgeführt oder können im Internet unter www.mettmann.de/abfallberatung abgerufen werden.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Mettmann: Hupkonzerte vor dem Recyclinghof


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.