Mettmann

Infos zu Pflege und Alltagshilfen

Beim Seniorentag in der Königshof-Galerie informiert Mabel Stickley Horst Wrase über den Bürgerbus und die Arbeit der "Helfenden Hände". FOTO: D Janicki

Mettmann. Bei der Seniorenmesse ging es auch um Interesse an einem Bürgerbus.

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Am vergangenen Donnerstag fand in der Königshof-Galerie der Seniorentag statt. Es war eine leicht abgespeckte Version der Seniorenmesse, die seit 2001 insgesamt sieben Mal in der Stadthalle stattgefunden hatte. Trotz beschränkter Räumlichkeiten nahmen immerhin rund 30 Träger der Seniorenarbeit teil und stellten sich und ihre Angebote vor. Veranstalter war der "Runde Tisch für Seniorenfragen" (RTfS), der 1997 vom Seniorenrat der Stadt Mettmann als Netzwerk für Austausch und Koordination gegründet worden war. Senioren und ihre Angehörigen fanden auf der Messe alles, was sie in Sachen Wohnen, Pflege und Alltagshilfen so brauchen. Unter anderem waren alle Seniorenheime der Stadt vertreten und präsentieren ihre Schwerpunkte.

Das Haus St. Elisabeth etwa bietet betreutes Wohnen und Kurzzeitpflege an sowie, und das ist neu: Unterstützung im Alltag. Die Mitarbeiter kommen zu den Kunden nach Hause und helfen beim Einkaufen, Putzen oder Bügeln, holen Rezepte und Medikamente ab oder begleiten sogar auf Spaziergängen. "Wir machen all das, was ambulante Pflegedienste nicht machen", sagt Heidemarie Hartung von der Hausverwaltung.

Mit einem ganz aktuellen Thema war das Projekt "Helfende Hände" vertreten. Wie die RP berichtete, möchte der RTfS gerne einen Bürgerbus in Mettmann einrichten. Weil dazu viel Vorarbeit nötig ist, wurde auf der Seniorenmesse erstmal eine Bürgerbefragung durchgeführt. Mit einem Fragebogen wurde erhoben, ob die Leute Bedarf für einen Bürgerbus sehen, wofür sie ihn nutzen würden und welchen Fahrpreis sie bereit wären zu zahlen. "Viele Bürger, nicht nur Senioren, waren interessiert und haben die Umfrage ausgefüllt" freute sich Mabel Stickley von "Helfende Hände". Damit nehme das Projekt Bürgerbus Gestalt an, auch wenn noch niemand sagen könne, wann es irgendwann so weit ist.

"Wir im Quartier" ist ein Netzwerk von fünf Seniorentreffs in Mettmann, die alle verschiedene Schwerpunkte haben und und deshalb kooperieren. Bei der Awo etwa gibt es täglich frisches Mittagessen und ein PC-Café, beim DRK Präventions- und Bewegungsangebote. Außerdem stellte sich auf dem Seniorentag Integritas, ein Anbieter für Wohngemeinschaften, vor, sowie die Bergische Diakonie, der SKFM und das Franziskus-Hospiz aus Erkrath-Hochdahl.

Quelle: RP

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