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Kreis Mettmann
Job-Center macht Arbeitslose fit fürs Berufsleben

Kreis Mettmann. Erster Gesundheitstag in der Neandertalhalle. Von Christoph Zacharias

Das Jobcenter Mettmann-Aktiv hatte 3000 Arbeitslose aus dem Kreis Mettmann angeschrieben, und zwar mit der Aufforderung, zum ersten Gesundheitstag in die Neandertalhalle zu kommen. Hintergrund: Die Menschen, die teilweise schon lange ohne Arbeit sind, sollten sich Anregungen holen, wie man körperliche und geistige Fitness wieder erlangt, um im Arbeitsmarkt Fuß zu fassen, sagte Martina Würker, Geschäftsführerein des Job-Centers.

Nicht alle Eingeladenen traten die Reise nach Mettmann an. Klienten blieben fern oder (besser) entschuldigten sich im Vorfeld. Denn: Wer ohne Begründung fehlte, muss mit einer Sanktion rechnen. Zumindest wird er auf sein unentschuldigtes Fehlen von den Mitarbeitern des Job-Centers angesprochen werden.

In der Neandertalhalle gab's mehrere Stände, an denen sich die Besucher über gesunde Ernährung, Körperfitness und über Jobs im Pflegedienst erkundigen konnten. Die Volkshochschule informierte über diverse Weiterbildungsangebote und Bildungsabschlüsse. Alexandra Markovic stammt aus Serbien und lebt seit zehn Jahren in Deutschland. Die junge Frau hat eine Ausbildung als Altenpflegerin angetreten und warb für diesen Beruf. Übrigens: Die Aussichten einen festen Job zu bekommen, sind sehr groß. Gleichwohl hinkt die Bezahlung der Altenpfleger in Bezug zu ihrer Tätigkeit hinterher. Fabian Mühlhoff von der DAK untersuchte an einem Messgerät die Bauch- und Rückenmuskulatur der Gäste. Es ging um Ergonomie am Arbeitsplatz im Büro. "Dynamisches Sitzen beugt dem Rückenschmerz vor", sagte er. Wertvolle Spartipps gab's an einem anderen Stand. Beispiele: Leitungswasser ist ein kalorienfreier und kostengünstiger Durstlöscher, einfrieren und einkochen von Saisonobst und Saisongemüse, Kräuter auf Balkon oder Fensterbrett ziehen, Smoothies aus Obstresten herstellen. Ein Sportstudio aus Erkrath warb mit Fitness-Programmen. Günstige Kurse gibt es für Arbeitslose, die von den Krankenkassen bezuschusst werden.

Quelle: RP
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