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Mettmann
Johanneshaus braucht mehr Unterstützer

Mettmann. In diesen Tagen vor zehn Jahren gründeten engagierte Gemeindemitglieder von St. Thomas Morus einen gemeinnützigen Trägerverein für den Weiterbetrieb des Johanneshauses in Mettmann außerhalb des kirchlichen Etats. Was war geschehen?

Im Rahmen damaliger Sparmaßnahmen des Erzbistums Köln sollte das als lebendiges Gemeindezentrum fungierende Johanneshaus, das im vergangenen Jahr bereits sein 40-jähriges Bestehen feierte, aufgegeben werden. Dagegen regte sich tätiger Widerstand und in sehr kurzer Zeit gründete ein Kreis von Betroffenen dieser harten Maßnahme einen Verein, der mit der Kirchengemeinde einen Nutzungsüberlassungsvertrag schloss und damit gegen Zahlung eines monatlichen Entgelts den Fortbestand der in ganz Mettmann beliebten Einrichtung sicherte. Der Verein hat heute 67 Mitglieder und einen fünfköpfigen Vorstand unter Führung von Hildegard Moog und Stephan Rauh sowie mit Annette Droste eine hauptamtliche Leiterin. Die Mitgliedschaft ist kostenfrei. Das Haus hat jährlich weit mehr als 12.000 Besucher zu rund 700 Veranstaltungen und Terminen verschiedenster Art und Anlässe.

Zunächst ist da ein gut besuchter Seniorentreff mit einem vielseitigen Programm. Die Räumlichkeiten sind ein besonders beliebter Ort für Feste und Familienfeiern in gemütlichem Rahmen und werden auch für Vereins- und Eigentümerversammlungen gerne gebucht. Dieser Mix hat das Haus mit einem tragfähigen wirtschaftlichen Ergebnis über die Runden gebracht. Auch gelang es dem Trägerverein im Laufe seines Bestehens, das Haus und seine Einrichtung mit dem aus Spenden zur Vereinsgründung übernommenen Ausstattungsvermögen auf einen neuen zeitgemäßen Stand zu bringen.

Wichtigster Förderer des Betriebes ist der Kreis Mettmann, der damit die Quartiersarbeit für die ältere Generation in Mettmann und die Beteiligung am sozialen Integrationskonzept der Kreisverwaltung honoriert. So ist das Johanneshaus auch Mitglied der Aktion "Helfende Hände", die ältere Menschen in ihrer häuslichen Umgebung unterstützen will. Jetzt ist der Verein mehr denn je auf Spenden von Institutionen und Stiftungen angewiesen: Zehn Prozent weniger Geld vom Kreis bei mehr neuen Flüchtlingsaufgaben sind zu bewältigen.

Das Haus hofft nun auf noch stärkere Berücksichtigung bei der Planung von Veranstaltungen und privaten Feiern. Das Programm kann auf der Homepage www.johanneshaus-mettmann.de eingesehen werden.

Quelle: RP
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