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Mettmann
Jung und Alt gemeinsam stark

Düsseldorf. Mehrgenerationenhaus und "Aule Mettmanner" laden zum Frühjahrsputz ein. Vorsitzender Friedel Liesenkloß freut sich: Nur wenig Müll im Stadtwald zu finden. Von Sabine Schölling

Durch den Mettmanner Stadtwald zogen am Samstag junge und alte Bürger, die mit orangenen Müllsäcken und Greifzangen ausgestattet waren. Sie sammelten Müll auf, der sich in diesem Jahr erstaunlich rar machte. Der Frühjahrsputz wurde vom Mehrgenerationenhaus und den "Aulen Mettmannern" veranstaltet, die sich in verschiedenen Aktionen in Zukunft generationsübergreifend in die Jugendarbeit einbringen wollen.

Friedel Liesenkloß, 1. Vorsitzender der Aulen, stellte erfreut fest, dass in diesem Jahr wenig Müll im Wald zu finden war: "Die Hemmschwelle, Müll in einen müllfreien Wald zu werfen, ist groß. Müll zu bereits vorhandenem Müll zu werfen, machen viele leichtfertiger". Die Müllsammler beschränkte sich auf die Parkplätze und die festen Waldwege, um bereits brütende Vögel nicht zu stören.

Junge Menschen gewinnen

Bereits seit dem letzten Jahr sind die Aulen der Jugendarbeit zugewandt und hoffen, dass Jung und Alt sich gut ergänzen werden. Liesenkloß: "Wir wollen dem Auseinanderleben der Generationen entgegenwirken mit unseren Aktionen. Unterstützung dabei, auch junge Menschen dafür zu gewinnen, bekommen wir durch die Fachkräfte des Mehrgenerationenhauses. Wir wollen aktuell sein und beide Seiten könnten voneinander profitieren!"

Riccarda Quack vom Mehrgenerationenhaus steht hinter dieser Idee: "Durch gemeinsames Tun und Erleben wird der Horizont weiter und auch Rücksicht nehmen gehört für beide Seiten dazu. Wir wollen schließlich nicht nur separate Gruppen im Mehrgenerationenhaus beherbergen, sondern den Namen zum Programm machen."

Dass die Stadt bereits begonnen hat, die Spielgeräte der Skateranlage zu überholen, freute Friedel Liesenkloß sehr. Anwohnerin Astrid Seinen hofft, dass die Anlage bestehen bleiben wird und nicht der Vermarktung der Baugrundstücke im Stadtwald zum Opfer fällt:" Wenn ich irgendwo ein Grundstück kaufe, akzeptiere ich eine vorhandene Skaterbahn in der Nähe – es werden also Familien mit Kindern hier bauen. Ein gewisser Lärm durch Kinder ist gesund und normal, das gehört doch einfach zum Leben!" Außerdem ist sie der Meinung, dass die Rechnung bei Abriss der Anlage auch wirtschaftlich nicht aufginge:" Die Skateranlage woanders neu zu errichten, ein Gelände einebnen, betonieren…., das wäre so teuer, da kann man doch ebenso auf die Akzeptanz zukünftiger Anwohner des Stadtwalds mit heranwachsenden Kindern setzen!"

Nach der zweistündigen Dreck-Weg-Aktion wartete ein Kuchenbüfett auf die Müllentsorger, bei dem noch einige Mettmanner Themen diskutiert wurden.

Quelle: RP
 
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